Großeinsatz in Regensburg: Mann getötet, Tatverdächtiger gefasst
Nach einem tödlichen Messerangriff in einer Bankfiliale in Regensburg ist der mutmaßliche Täter festgenommen worden. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um einen 20 Jahre alten Deutschen. Der Tatverdächtige blieb bei dem Zugriff unverletzt und soll am Freitag dem Haftrichter vorgeführt werden. Die Einsatzkräfte nahmen ihn in dem Gebäude fest. Er war mit einem Messer bewaffnet und hatte einen Mann so schwer verletzt, dass dieser kurze Zeit später in einer Klinik starb. Der Verdächtige habe sich zunächst mit weiteren Menschen im Gebäude befunden, sagte eine Polizeisprecherin. Spezialkräfte rückten an und brachten zwei Menschen in Sicherheit. Danach erfolgte der Zugriff durch das SEK und der Täter wurde gefasst. Tatort durchsucht, Sperrung aufgehoben Ob sich später noch weitere Menschen mit dem Verdächtigen in dem Gebäude aufhielten, war zunächst nicht klar. Dazu müsse man die Räume erst durchsuchen, sagte eine Polizeisprecherin. Zwischenzeitlich war auch eine Geiselnahme befürchtet worden. Die Polizei geht von einem Einzeltäter aus. "Hinweise auf einen zweiten Tatverdächtigen liegen derzeit nicht vor", hieß es. Das Gebiet war bis zum Abend weiträumig abgeriegelt, die Sperrung wurde inzwischen aufgehoben. Die Durchsuchung des Gebäudes ist laut Polizei abgeschlossen. Neben dem Spezialeinsatzkommando war auch ein Hubschrauber im Einsatz. Motiv bislang unklar Was das Motiv des Tatverdächtigen ist, blieb zunächst offen. Ersten Berichten zufolge soll es sich um einen Raubüberfall auf eine Person gehandelt haben. Die erste Meldung war gegen 14.50 Uhr bei der Polizei eingegangen. Die Bank befindet sich im Erdgeschoss eines großen Gebäudekomplexes; in den Stockwerken darüber sind Wohnungen. Die Kriminalpolizei Regensburg habe inzwischen die Ermittlungen übernommen. Es werde nach aktuellem Stand "wegen eines vollendeten Tötungsdelikts sowie des Verdachts eines Raubüberfalls ermittelt", so die Polizei in der Mitteilung. Laut Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll am Freitag ein Haftrichter entscheiden, ob der 20-jährige Tatverdächtige in Untersuchungshaft kommt. Innenminister: "Brutaler, unvermittelter Angriff" Bayerns Innenminister Joachim Herrmann sprach den Angehörigen des Opfers noch am Donnerstagabend sein Mitgefühl aus und bezeichnete die Messerattacke als "brutalen, unvermittelten Angriff": Den Einsatzkräften dankte er für ihre Arbeit und lobte, dass es bei der Evakuierung und Festnahme keine weiteren Verletzten gab. Mit Informationen von dpa und AFP