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Größtes Panzerwerk Europas: Rheinmetall baut neues Werk in Kassel

Wirtschaft

Rheinmetall plant eine deutliche Erweiterung seiner Panzerproduktion in Kassel. Das berichtet das „Handelsblatt“. Der Rüstungskonzern rechne im Rahmen des „Arminius“-Projekts mit Bestellungen der Bundeswehr von insgesamt fast 40 Milliarden Euro – eine Dimension, die den hessischen Standort bis mindestens 2040 auslasten könnte, laut Aussagen von CEO Armin Papperger. Das könnte das dortige Panzerwerk zum größten Europas machen, so Papperger laut „Handelsblatt“ weiter.

Hintergrund ist die von der Bundeswehr geplante Großbestellung für den Radpanzer Boxer. Rheinmetall fertigt die Fahrzeuge gemeinsam mit KNDS Deutschland in einem Joint Venture. In der ersten Beschaffungsrunde könnte Rheinmetall einen Auftrag über 12,4 Milliarden Euro erhalten, berichtet das „Handelsblatt“. Laut der Zeitung wären das mehr als 1500 Boxer-Panzer.

Zusätzliche Rahmenvereinbarungen im Volumen von 14 bis 26 Milliarden Euro seien möglich. Die Bundeswehr käme damit auf mehr als 5000 Boxer.

Belegschaft wächst um ein Drittel

Um die erwartete Großauftragslage zu bewältigen, baut Rheinmetall massiv Personal auf. Die Belegschaft am Standort Kassel könnte von derzeit 2200 auf 3000 Mitarbeiter bis Ende 2028 anwachsen. Zu Beginn des Jahres 2022 beschäftigte das Werk laut „Handelsblatt“ noch 1000 Menschen.

Das Unternehmen plane, künftig bis zu 500 Boxer pro Jahr in Kassel zu produzieren. Das Werk würde alle Boxer-Fahrzeuge für die Bundeswehr bauen.

Der aktuelle Jahresumsatz des Werks liege bei 1,5 Milliarden Euro. Mit den neuen Investitionen und der Großbestellung der Bundeswehr könne dieser auf rund fünf Milliarden Euro steigen.

Entscheidung im September erwartet

Rheinmetall und die Bundeswehr wollen die finalen Details zur Boxer-Bestellung laut „Handelsblatt“ in der zweiten Septemberwoche klären. Eine Beschlussvorlage für die Großbeschaffung im Wert von 25 Millionen Euro könnte am 9. Dezember dem Haushaltsausschuss des Bundestags vorliegen.

Rheinmetall-Chef Papperger erklärte, die Pläne hätten bereits bei der Münchner Sicherheitskonferenz begonnen. Nach zwei weiteren Gesprächen mit der Staatskanzlei habe der Plan festgestanden.

sf

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