Gründer bleiben in der Stadt
Im Frühjahr hatte das Forscher-Ehepaar angekündigt, dass sie ihre Firma BioNTech in Mainz spätestens Ende 2026 verlassen und ein neues Unternehmen gründen wollen. Jetzt steht fest: Sie haben am 1. September ihre neue Firma in Mainz gegründet.
mRNA-Pioniere aus Mainz Neues Unternehmen angekündigt: Mitbegründer-Ehepaar verlässt BioNTech
Eigentlich waren für heute nur die Jahreszahlen von BioNTech für 2025 angekündigt. Die Nachricht über ein neues Unternehmen kommt überraschend.
19:30 Uhr SWR Aktuell Rheinland-Pfalz SWR RLP
Neue Firma in Mainz heißt "Arife"
Die neue Firma der beiden hat den Namen "Arife". Hier sollen pharmazeutische Produkte entwickelt, hergestellt und vermarktet werden.
Şahin und Türeci wollen sich der Entwicklung der nächsten Generation von Medikamenten auf mRNA-Basis widmen. "Özlem und ich wollen ein weiteres Mal als Pioniere neue Wege beschreiten", sagte Ugur Şahin als er die Gründung einer neuen Firma im Frühjahr ankündigte.
Weltweiter Erfolg von BioNTech mit Corona-Impfstoff
In der Corona-Pandemie war BioNTech weltweit bekannt geworden, weil es als erstes Unternehmen zusammen mit dem US-Partner Pfizer die Marktzulassung für einen Impfstoff gegen Covid-19 bekam.
Das spülte Milliardengewinne in die Kasse von BioNTech. Die Stadt Mainz nahm in den Jahren 2021 und 2022 insgesamt fast 3,3 Milliarden Euro an Gewerbesteuern ein.
Mainz
Gewerbesteuer wird trotzdem erhöht Überraschung im Finanzausschuss - Mainz bekommt unerwartet 75 Millionen Euro
Eigentlich hatte die Stadt Mainz mit einem dicken Minus für dieses Jahr gerechnet. Doch jetzt gibt es eine überraschende Nachzahlung von Gewerbesteuern.
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"Optimale Bedingungen für Biotechnologie in Mainz"
Die Nachricht, dass die beiden Forscher in Mainz bleiben, hat den Mainzer Oberbürgermeister Nino Haase (parteilos) daher sehr gefreut. "Nach dem herausragenden Erfolg von BioNTech haben wir in Mainz konsequent daran gearbeitet, optimale Rahmenbedingungen am Standort für weitere Investitionen zu schaffen", so Oberbürgermeister Haase.
Er habe die Firmengründung in Mainz mit Frau Türeci bereits im Vorfeld besprechen können und freue sich, dass das jetzt offiziell ist. Ugur Şahin und Özlem Türeci würden die hervorragenden Bedingungen in Mainz schätzen und sich auch persönlich hier sehr wohlfühlen, so Haase.
IHK Rheinhessen: "Großes Potenzial in Mainz"
Auch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Rheinhessen sieht die Entscheidung von Şahin und Türeci als starkes Signal für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Mainz.
Laut Karina Szwede, Hauptgeschäftsführerin der IHK Rheinhessen, zeigt die neue Firmengründung von Şahin und Tareci, welches Potenzial in Mainz entstanden ist. Mainz werde inzwischen weit über die Region hinaus als Biotechnologie-Standort wahrgenommen.
Neue Firma schafft neue Arbeitsplätze
Für Rheinhessen sei die neue Firma des Forscher-Ehepaars eine große Chance. Sie schaffe nicht nur hochqualifizierte Arbeitsplätze, sondern stärke auch das gesamte Umfeld aus Forschung, Startups, etablierten Unternehmen und Dienstleistern.
Jetzt sei es entscheidend, dass alle an den Rahmenbedingungen arbeiten, so Karina Szwede. "In der Stadt, im Land und im Bund müssen die Voraussetzungen dafür stimmen, dass Innovationen hier entstehen, Unternehmen wachsen, investieren und langfristig am Standort bleiben können," betont die IHK Hauptgeschäftsführerin.