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Grüne: „Wir brauchen ein positives Bild, was gute Männlichkeit sein kann"

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Eine Gruppe grüner Bundes-, Landes- und Europapolitiker rechnet in einem gemeinsamen Manifest mit dem bisherigen Männerbild der Partei ab. Im Kampf für Frauenrechte sei etwas auf der Strecke geblieben, heißt es in dem Text, der dem „Spiegel“ vorliegt.

Die Grünen hätten definiert, was Männer nicht sein sollen: nicht gewalttätig, nicht dominant, nicht unterdrückend. „Aber wir haben vergessen, ein Angebot zu machen, was Männlichkeit stattdessen sein kann“, schreiben die neun Männer und vier Frauen, darunter Parteichefin Franziska Brantner und ihre Vorgängerin Ricarda Lang.

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„Wir haben ein Vakuum geschaffen, und in dieses Vakuum strömen jetzt die alten Bilder zurück“, heißt es in dem Manifest. Es reiche nicht, gegen toxische Männlichkeit zu sein und deren Propagandisten zu belächeln, kritisiert die Gruppe. „Wir brauchen ein positives Bild, was gute Männlichkeit sein kann.“

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Co-Parteichef Felix Banaszak sagte dem Magazin, er verstehe, wenn das Verständnis vieler Frauen gegenüber Männern aufgebraucht sei. „Aber es ist ein Problem, wenn Linke pauschal ausstrahlen: Als Mann bist du das Problem und bleibst es auch“, sagte Banaszak. „Das progressive Milieu braucht ein eigenes positives Verständnis von Männlichkeit, das nicht nur Defizit ist.“

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Hofreiter: Männlichkeit werde oft automatisch mit toxisch verbunden

Der Grünenpolitiker Anton Hofreiter kritisiert, dass im progressiven Lager Männlichkeit automatisch mit dem Begriff toxisch verbunden werde. „Männer werden pauschal für das, was sie sind, abgelehnt und nicht für das, was sie sagen oder tun“, sagte Hofreiter und ließ sich vom „Spiegel“ beim Box-Training begleiten. Die neue Ausrichtung soll auch gegen den Rechtsruck in den Umfragen helfen. Dass viele Männer sich von rechten Erzählungen angezogen fühlen, sei auch die Schuld eines linken „Beschämungsdiskurses“, wie Hofreiter es nennt.

Der Parteichef versuchte sich kürzlich im Interview mit dem „Playboy“ an einer modernen Definition von Männlichkeit. „Du kannst im Fitnessstudio pumpen gehen oder dir die Fingernägel lackieren. Von mir aus geh mit lackierten Fingernägeln pumpen. Du kannst Lastenrad fahren oder BMW X3. Alles fein, der zentrale Punkt ist doch: Sei kein Arschloch!“ Im „Spiegel“ erzählen andere Grüne, wie gut Bodybuilding ihnen getan hat.

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Laut aktueller Umfrage vom Wochenende liegen die Grünen mit 13 Prozent derzeit gleichauf mit der SPD. Davor befinden sich noch die AfD mit 29 Prozent und CDU/CSU mit 21 Prozent, geht aus den Zahlen des Umfrageinstituts Insa hervor. Hinter den Grünen liegt nicht weit entfernt die Linke mit zehn Prozent. BSW und FDP schaffen aktuell nur vier Prozent.

Für den Sonntagstrend befragte das Meinungsforschungsinstitut Insa zwischen dem 29. und 3. Juli insgesamt 1205 wahlberechtigte Bürger.

coh

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