DAX +0,70 % 26.323,88 Pkt 18:00:00 MDAX -0,55 % 32.251,14 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,18 % 6.535,62 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,17 % 53.975,98 Pkt 22:40:36 S&P 500 +0,56 % 7.753,11 Pkt 22:38:36 Nasdaq +0,98 % 26.605,36 Pkt 23:15:59 Nikkei +2,08 % 66.970,22 Pkt 08:45:03 Gold +1,14 % 4.470,20 USD 02:58:30 Silber +1,16 % 66,03 USD 02:58:14 Brent +0,10 % 87,81 USD 02:58:40 WTI +0,16 % 82,26 USD 02:58:40 Bitcoin +0,03 % 63.929,32 USD 03:08:28 EUR/USD -0,06 % 1,15490 USD 03:08:24 EUR/GBP -0,23 % 0,85460 GBP 03:08:40 EUR/CHF +0,11 % 0,93490 CHF 03:08:41 EUR/JPY +0,67 % 183,687 JPY 03:08:42

Grunewald hört auf – wer wird Präsident?!

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DeichStube News Große Überraschung bei Werder: Hess-Grunewald kandidiert nicht nochmal als Präsident – wer tritt Nachfolge an? Von: Bjarne Voigt, Daniel Cottäus Hubertus Hess-Grunewald kandidiert doch nicht noch einmal als Präsident des SV Werder Bremen. Wie er die Entscheidung erklärt und wie es weitergeht. Bremen – Paukenschlag beim SV Werder Bremen: Hubertus Hess-Grunewald wird bei der Mitgliederversammlung im November nicht noch einmal für das Amt des Präsidenten kandidieren. Nach zwölf Jahren an der Spitze des Vereins zieht der 65-Jährige einen Schlussstrich – und gibt dafür vor allem einen persönlichen Grund an: Er sieht sich nicht mehr in der Lage, eine komplette vierjährige Amtszeit zu absolvieren. „Ich habe dem Wahlausschuss mitgeteilt, dass ich nicht noch einmal als Präsident kandidieren werde. Diese Entscheidung habe ich für mich allein getroffen“, sagt Hess-Grunewald. „Man muss einen klaren Punkt setzen und sagen: Da geht jemand mit voller Energie und neuem Elan für vier Jahre rein – und nicht ich, der sagt, ich mache noch ein oder zwei Jahre.“ Damit hat Hess-Grunewald seine ursprüngliche Idee selbst wieder einkassiert. Umdenken bei Hubertus Hess-Grunewald: Präsident des SV Werder Bremen kandidiert doch nicht für weitere Amtszeit Zur Erinnerung: Vor zwei Wochen hatte der Präsident des SV Werder Bremen im großen DeichStube-Interview noch erklärt, dass er sich eine weitere Amtszeit vorstellen könne, allerdings nur noch für ein oder maximal zwei und nicht wie satzungsgemäß vorgesehen für vier weitere Jahre. Zugleich brachte Hubertus Hess-Grunewald den Gedanken auf, einen möglichen Nachfolger vor seinem Ausscheiden einarbeiten zu wollen. Dazu wird es nun definitiv nicht kommen, der Noch-Präsident ist von seiner Idee abgerückt. Wie zu hören ist, soll sie im Wahlausschuss auch nur auf wenig Gegenliebe gestoßen sein. Der Verein möchte langfristige Planungssicherheit. „Ich habe immer gesagt, dass ich mit 70 nicht mehr Präsident des Vereins sein möchte. Wenn die Themen aber einen viel längeren zeitlichen Bogen haben als zwei Jahre, ist es besser, jetzt den Schnitt zu machen und jemandem die Möglichkeit zu geben, mit neuer Energie und vielleicht einem neuen Impuls diese Themen anzugehen“, erklärt Hubertus Hess-Grunewald. „Dieses Versprechen konnte ich mit bald 66 Jahren nicht mehr seriös geben.“ Die Entscheidung sei ihm keineswegs leichtgefallen. „Ich habe da mit mir selbst gerungen, habe aber, glaube ich, eine Entscheidung getroffen, die richtig für Werder ist, aber auch richtig für mich.“ Nach mehr als 30 Jahren aktiver Vereinsarbeit seien seine „Energiespeicher langsam leer“. Zudem stünden bei Werder Bremen wichtige Veränderungen an, die eine Führungspersönlichkeit mit voller Amtszeit benötigten. Hubertus Hess-Grunewald erklärt Entscheidung gegen erneute Präsidentschafts-Kandidatur bei Werder Bremen Dabei geht es insbesondere um die weitere Demokratisierung des Vereins, im Speziellen: um mehr Beteiligungsmöglichkeiten für die inzwischen rund 70.000 Mitglieder. „Wir werden uns als Werder überlegen müssen, wie wir uns in Zukunft öffnen wollen. Wir müssen über Möglichkeiten der Partizipation ernsthaft nachdenken“, sagt Hubertus Hess-Grunewald. Ein Verein dieser Größe könne nicht mehr so geführt werden wie früher, als man sich unter den wenigen Tausend Mitgliedern noch persönlich kannte. Diese Prozesse, betont der scheidende Präsident, würden deutlich länger dauern als die einst von ihm angedachte Übergangszeit. Auch deshalb sei jetzt der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel gekommen. „Führung bedeutet für mich nicht nur, Verantwortung zu übernehmen. Führung bedeutet auch, den richtigen Zeitpunkt zu erkennen, um Verantwortung weiterzugeben.“ Hess-Grunewald blickt mit Stolz auf seine zwölf Jahre als Präsident zurück. Werder Bremen habe schwierige Zeiten bewältigt, stehe wirtschaftlich wieder stabiler da, wachse als Mitgliederverein und habe wichtige Zukunftsprojekte angestoßen. „Ein Wechsel sollte erfolgen, wenn eine neue Führung auf einem tragfähigen Fundament aufbauen kann. Diese Konstellation ist gegeben“, sagt er. Nach vielen Jahren beim SV Werder Bremen: Hubertus Hess-Grunewald kandidiert nicht mehr für Präsidentenamt Sein Abschied betrifft dabei nicht nur das Präsidentenamt. Sobald ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin feststeht, wird Hess-Grunewald mit einem zeitlichen Versatz auch als Vorsitzender des Aufsichtsrats der SV Werder Bremen GmbH & Co. KGaA ausscheiden. Beruflich will er ebenfalls keine neuen Wege einschlagen: „Ich werde ab kommendem März in die Regelaltersrente gehen. Ich hege keine Ambitionen oder Pläne, weitere Ämter auszuüben.“ Das betreffe auch sein Engagement in der Politik. Aktuell sitzt Hubertus Hess-Grunewald noch für die SPD in der Bremer Bürgerschaft. Werder Bremen wird er jedoch nicht den Rücken kehren. Seit 1970 ist Hess-Grunewald Mitglied des Vereins, von 2003 bis 2014 war er Vizepräsident, anschließend wurde er zum Präsidenten gewählt. Seit 1999 gehört der promovierte Jurist dem Aufsichtsrat des e.V. an, seit 2003 auch dem der Kapitalgesellschaft. Von 2015 bis 2022 war er zudem Teil der Geschäftsführung des SV Werder, seit 2023 ist er Vorsitzender des Aufsichtsrats. „Ich werde diesem Verein emotional und persönlich immer weiter verbunden sein“, sagt Hess-Grunewald. „Ich durfte über ein halbes Jahrhundert die Entwicklung des SV Werder Bremen hautnah miterleben und mehr als 30 Jahre davon sogar aktiv mitgestalten. Dieses Amt ausüben zu dürfen, war für mich eines der größten Privilegien meines Lebens. Um mit dem großen Pico Schütz zu sprechen: Ich bin und bleibe Werderaner!“ Nachfolger von Hubertus Hess-Grunewald: Mehrere Kandidaten für Präsdidentenamt bei Werder Bremen gehandelt Zwangsläufig richtet sich der Blick nun auf die Nachfolge. Wie zu hören ist, soll Hubertus Hess-Grunewald gegenüber dem Wahlausschuss bereits aus seiner Sicht geeignete Kandidaten genannt haben. „Der Wahlausschuss agiert inhaltlich unabhängig und wird jetzt gemeinsam mit einer Personalberatungsagentur das Gespräch mit mehreren möglichen Kandidaten für die Nachfolge angehen“, sagt er. Die Satzung des SV Werder Bremen sieht vor, dass der Wahlausschuss der Mitgliederversammlung im November nur einen einzigen Kandidaten zur Wahl vorschlägt, über den abgestimmt wird. Ein Prozedere, an dem es aus der Mitgliedschaft viel Kritik gibt, das im Präsidium auch längst auf dem Prüfstand steht, das sich vor der Versammlung aber nicht mehr wird ändern lassen. Es wird also (mindestens dieses eine Mal noch) wieder nur eine Person zur Wahl stehen. Neuer Präsident mit Auswirkungen auf Clemens Fritz? Hubertus Hess-Grunewald kandidiert nicht mehr bei Werder Bremen Ein Name, der in Mitgliederkreisen bereits seit geraumer Zeit kursiert, ist Dirk Wintermann. Das ehemalige Aufsichtsratsmitglied soll eine Kandidatur für das Präsidentenamt ins Auge gefasst haben. Auch Philipp Mehrtens wird als möglicher Kandidat gehandelt. Der 47-Jährige ist Führungskraft beim Beratungsunternehmen PAWLIK und stellvertretender Abteilungsleiter Leichtathletik bei Werder Bremen. Dem Vernehmen nach gilt er als einer der Wunschkandidaten von Hubertus Hess-Grunewald. Ein weiterer prominenter Name, der durch die Gerüchteküche wabert, ist Harm Ohlmeyer. Das Aufsichtsratsmitglied und Teil des Investorenbündnisses bei Werder arbeitet derzeit noch als Finanzvorstand beim Sportartikelkonzern Adidas, wird dort allerdings zum Jahresende ausscheiden. „Harm Ohlmeyer als Finanzvorstand eines DAX-Unternehmens, eines großen Sportartikelherstellers, ist natürlich eine Persönlichkeit, die dem Aufsichtsrat guttut“, sagt Hess-Grunewald, der aber deutlich macht: „Alles andere ist nicht meine Entscheidung, sondern die des Wahlausschusses.“ Die amtierende Vizepräsidentin Claudia Lasch möchte ihre Arbeit im Präsidium fortsetzen und hat intern bereits signalisiert, im Amt bleiben zu wollen. Ambitionen auf den Präsidentenposten hegt sie nach DeichStube-Informationen allerdings nicht.

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