Gündoğan genervt von Bankplatz bei Galatasaray: „Warum sollte ich bereit sein?“
İlkay Gündoğan war jahrelang Stammspieler und Leistungsträger bei Borussia Dortmund, Manchester City und dem FC Barcelona. In dieser Saison befindet sich der 35 Jahre alte Mittelfeldmann von Galatasaray in einer ungewohnten Rolle – auf der Bank. Dass er in der laufenden Saison bisher nur elf Minuten auf dem Platz stand, wurmt den ehemaligen DFB-Kapitän merklich.
Am Freitagabend siegte Galatsaray mit 3:1 bei Kasimpasa und springt zumindest vorübergehend wieder an die Tabellenspitze der Süper Lig. Während Gündoğan 90 Minuten auf der Bank saß, trafen Abdülkerim Bardakcı (45.), Barış Alper Yılmaz (90.) und Mario Lemina (90.+6) für die Löwen. Nach der Partie wurde Gündoğan zum anstehenden Duell mit Ex-Klub FC Barcelona am Dienstag in der Champions League befragt. „Ich spiele doch nicht – warum sollte ich also bereit sein?“, antwortete er trotzig.
Gündoğan war im Sommer 2025 ablösefrei von Man City zu Galatasaray gewechselt. In der vergangenen Saison absolvierte er 38 Partien, in denen ihm sieben Torbeteiligungen gelangen. In dieser Spielzeit wird er von Trainer Okan Buruk nur selten gebracht. Seinen einzigen Einsatz in der Süper Lig gab er am 1. Spieltag beim 2:2 gegen Aufsteiger Corum über sechs Minuten. In der Champions League folgte ein Kurzeinsatz beim 1:3 gegen Sporting CP – das war es aber auch schon für den 82-fachen Nationalspieler.
Im Mittelfeld von Galatasaray erhalten Lemina, Gabriel Sara, Lesley Ugochukwu und Lucas Torreira den Vorzug von Buruk. Gündoğans Chancen auf Spielzeit könnten aber steigen. Ugochukwu ist nach seinem Platzverweis gegen Trabzonspor vor der Länderspielpause noch gesperrt und auch Torreira sah gegen Kasimpasa die Rote Karte. Für den türkischen Meister, der nach sieben Spieltagen 16 Zähler auf dem Konto hat, geht es nach dem Duell mit Barcelona am kommenden Wochenende gegen Genclerbirligi, dem neuen Klub des deutschen Trainers Bernd Storck.