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Günther Steiner: So zerbrach die Beziehung zu Gene Haas

Sport

(Motorsport-Total.com) - Günther Steiner prägte das Haas-Team fast ein Jahrzehnt lang wie kaum ein anderer. Umso bemerkenswerter sind seine Aussagen über das heutige Verhältnis zu Gene Haas. Knapp drei Jahre nach seinem Abschied bestätigt der Südtiroler, dass zwischen ihm und dem Teambesitzer inzwischen keinerlei Kontakt mehr besteht. Steiner musste den US-Rennstall Ende 2023 verlassen, nachdem sein Vertrag nicht verlängert worden war. Nachfolger wurde Ayao Komatsu, der das Team seitdem als Teamchef führt. Über die Hintergründe der Trennung wurde damals viel spekuliert. Nun schildert Steiner, wie sich die Beziehung zu Haas über Jahre hinweg verändert hatte. "Am Anfang waren wir uns bei den meisten Dingen einig”, berichtet Steiner im Podcast "High Performance”. Erst nach der Corona-Pandemie habe sich das Verhältnis allmählich verändert. "Ich glaube, nach 2020 begann sich unsere Beziehung zu verschlechtern, als das Team Schwierigkeiten hatte, nach der COVID-Krise wieder auf die Beine zu kommen.” Verbindung abgebrochen Einen konkreten Auslöser habe es allerdings nie gegeben. Stattdessen sei der Kontakt zwischen beiden immer seltener geworden. "Wir hatten ständig Meinungsverschiedenheiten, aber wir haben immer einen Weg gefunden, sie zu lösen, wie in jeder Beziehung. Nach einer Weile haben wir aber einfach immer weniger miteinander gesprochen.” Heute sei die Verbindung vollständig abgebrochen. Auf die Frage, zu wem im Formel-1-Fahrerlager er noch Kontakt habe, antwortet Steiner: "Zu den meisten Leuten habe ich ein sehr gutes Verhältnis. Ich würde sagen, nicht zu Gene Haas.” Von einem persönlichen Zerwürfnis will der 61-Jährige trotzdem nicht sprechen. "Es ist keine schlechte Beziehung. Wir haben einfach gar keine Beziehung mehr. Das ist alles”, erklärt Steiner. "Wir haben unsere Angelegenheiten geklärt. Ich gehe meinen Weg weiter, er seinen. Ich bin ziemlich glücklich ohne ihn, und er ist ziemlich glücklich ohne mir.” Kompletter Abschluss Trotz seines Abschieds zeigt Steiner Verständnis für die Entscheidung des Teamgründers. Am Ende habe Gene Haas als Eigentümer selbstverständlich das letzte Wort gehabt. "Man muss den Mann respektieren, dem alles gehört”, sagt Steiner. "Er bezahlt schließlich alles. Es gibt das Sprichwort: ‘Wer bezahlt, entscheidet.' Das muss man akzeptieren.” Gleichzeitig macht Steiner deutlich, dass er mit seiner Zeit bei Haas abgeschlossen hat. "Ich kann genauso über meine eigene Karriere entscheiden”, sagt der Südtiroler und unterstreicht damit, dass für beide Seiten inzwischen ein neues Kapitel begonnen hat.

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