Gürtelrose-Impfung: Studie belegt 21% weniger Herzinfarkte
Fachpublikationen rund um den im April 2026 in Wiesbaden abgehaltenen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) rücken die Prävention von Herpes zoster verstärkt in den Fokus. Im Rahmen aktueller CME-Fortbildungsinhalte wird die medizinische Relevanz der Gürtelrose-Vorsorge insbesondere für die ältere Bevölkerung hervorgehoben. Die Diskussionen verdeutlichen, dass neben dem Schutz vor der Erkrankung selbst auch weitreichende systemische Vorteile durch eine konsequente Impfstrategie erzielt werden können. Anpassungen der nationalen Impfstrategie und Kostenerstattung Die Grundlage für die derzeitige Präventionspraxis bilden die Ende 2025 aktualisierten Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO). Die Kommission passte die Richtlinien für den Einsatz des Totimpfstoffs Shingrix® an, der seither für alle Personen ab einem Alter von 60 Jahren als Standardimpfung vorgesehen ist. Das empfohlene Impfschema umfasst zwei Dosen, die in einem Abstand von zwei Monaten verabreicht werden sollten. Über die allgemeine Altersempfehlung hinaus ist die Zoster-Impfung bereits ab einem Alter von 18 Jahren als Indikationsimpfung vorgesehen. Dies betrifft Personen mit einer vorliegenden Immundefizienz oder schweren Grunderkrankungen. Mit der im November 2025 wirksam gewordenen Entscheidung wurde diese Schutzimpfung für die genannten Risikogruppen zudem eine reguläre Kassenleistung, was den Zugang zur Prävention für chronisch Kranke erleichtern soll. Anzeige Wer sich mit der Vorsorge im Alter befasst, sollte auch die Risiken gängiger Medikamente kennen. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt sichere Alternativen auf, um Stürze und Wechselwirkungen zu vermeiden. Sichere Alternativen mit der Priscus-Liste entdecken Versorgungsgrad und Defizite in der Impfquote Trotz der klaren Empfehlungen und der Übernahme der Kosten durch die gesetzlichen Krankenversicherungen weisen Experten auf erhebliche Lücken in der Umsetzung hin. Daten aus dem Herbst 2025 belegen, dass die Akzeptanz der Impfung in der Zielgruppe noch steigerungsfähig ist. Demnach sind in Deutschland lediglich 22% der Personen im Alter zwischen 60 und 69 Jahren gegen Herpes zoster geimpft. Fachleute werten diese niedrige Quote als Zeichen für ein Defizit in der Aufklärung und Umsetzung der Vorsorgemassnahmen. Da das Risiko für Komplikationen wie die Post-Zoster-Neuralgie mit steigendem Alter signifikant zunimmt, wird die Notwendigkeit betont, die Impfquoten durch gezielte Patientenberatung in den Arztpraxen zu erhöhen. Erkenntnisse zum kardiovaskulären Zusatznutzen Neben dem direkten Schutz vor den schmerzhaften Hauterscheinungen und Nervenschäden lieferten wissenschaftliche Auswertungen, die im Rahmen des DGIM-Kongresses im Frühjahr 2026 thematisiert wurden, neue Argumente für die Prävention. Eine aktuelle Metaanalyse untersuchte den Zusammenhang zwischen der Zoster-Impfung und dem Auftreten von Folgeerkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Anzeige Ein gesundes Herz-Kreislauf-System ist die Basis für Wohlbefinden im Alter. Erfahren Sie in diesem Spezialreport, wie Sie Ihren Blutdruck auf natürlichem Weg regulieren und Ihr Herzinfarktrisiko minimieren können. 7 Tipps zur natürlichen Blutdrucksenkung kostenlos anfordern Die Ergebnisse der Analyse deuten darauf hin, dass die Impfung gegen Herpes zoster das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse um 21% reduzieren kann. Dieser beobachtete Effekt unterstreicht die systemische Bedeutung der Infektionsprävention. Die Daten legen nahe, dass die Vermeidung einer Reaktivierung des Varizella-Zoster-Virus einen wichtigen Beitrag zur allgemeinen Gefäßgesundheit bei älteren Patienten leisten könnte, was die Relevanz der Impfung über die dermatologische Indikation hinaus erweitert.