Hacker-Angriff auf Uni Halle-Wittenberg: Tausende Daten betroffen
Stand: 16.10.2026 17:56 Uhr
Hacker haben die IT-Systeme der Martin-Luther–Universität Halle-Wittenberg angegriffen. Die Täter könnten auf Daten von etwa 51.000 Bewerbungen zugegriffen haben. Betroffen sind Bewerbungen verschiedener Semester.
von MDR SACHSEN-ANHALT
Die Martin-Luther–Universität Halle-Wittenberg ist Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. Die Täter könnten sich Zugriff auf Daten von etwa 51.000 Bewerbungen verschafft haben. Betroffen sind Bewerbungen für das Sommersemester 2026 und das Wintersemester 2026/2027. Laut Universität muss davon ausgegangen werden, dass die Daten abgerufen wurden.
Zu den Daten zählen Namen, Adressen, Telefonnummern und private E-Mail–Adressen sowie Geburtsdaten und Angaben zu Studiengang, Zulassungsstatus und Bewerbungsverfahren. Zudem bestand laut Universität die Möglichkeit, auf Dokumente zuzugreifen, die Bewerberinnen und Bewerber mit ihrer Bewerbung hochgeladen haben. Es werde geprüft, ob und in welchem Umfang Daten im Internet veröffentlicht wurden, hieß es.
Die Universität wurde nach eigenen Angaben bereits am Mittwoch auf den Vorfall aufmerksam und richtete daraufhin einen Krisenstab ein. Betroffene würden derzeit und fortlaufend informiert. Die zuständigen Behörden seien benachrichtigt. Zudem habe die Universität Strafanzeige erstattet. Zu den Umständen des Angriffs machte sie zunächst keine Angaben.
Auch Uni in München ist betroffen
Bereits Mitte Septemper wurde auch an der Ludwig-Maximilians–Universität München ein Cyberangriff entdeckt. Das Ausmaß dort ist möglicherweise noch deutlich größer: Laut Medienberichten könnten rund 600.000 Datensätze aus den vergangenen 50 Jahren betroffen sein. Darunter möglicherweise sogar Bankdaten von Studierenden. Ob die beiden Angriffe zusammenhängen, ist bislang nicht bekannt
dpa, MDR (Ingvar Jensen)