DAX -0,56 % 25.983,04 Pkt 18:00:00 MDAX -0,39 % 31.715,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,35 % 6.422,06 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,08 % 52.769,52 Pkt 21:58:16 S&P 500 -0,66 % 7.641,07 Pkt 21:58:13 Nasdaq -0,88 % 26.059,49 Pkt 21:58:16 Nikkei +1,36 % 66.216,79 Pkt 08:45:03 Gold +2,06 % 4.582,10 USD 21:48:04 Silber +3,71 % 68,18 USD 21:47:50 Brent +2,11 % 93,55 USD 21:48:05 WTI +0,93 % 86,63 USD 21:48:11 Bitcoin +4,86 % 72.629,61 USD 21:58:08 EUR/USD +0,88 % 1,16810 USD 21:57:53 EUR/GBP +0,19 % 0,85680 GBP 21:58:17 EUR/CHF -0,57 % 0,93480 CHF 21:58:16 EUR/JPY +0,61 % 185,818 JPY 21:58:17

Hackerangriff: "Die Ermittlungen laufen, wann er ins System kam"

Nation

Die zwei vom großflächigen Hackerangriff betroffenen Senatsverwaltungen bleiben weiter vom Landesnetz getrennt. Die Bau- und die Verkehrsverwaltung sollen so schnell wie möglich wieder angeschlossen werden, es werde aber "noch einige Tage" dauern, sagte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner am Mittwochabend bei einer Pressekonferenz. Es handele sich um einen erheblichen und sehr ernsten Hackerangriff auf das Berliner Landesnetz, so Wegner. Nach jetzigem Stand seien aber keine sensiblen Daten abgeflossen. Mit der Frage, was die Ursache des Angriffs war, befasse man sich aktuell noch nicht. Stattdessen betreibe man akutes Krisenmanagement, sagte Berlins Chief Digital Officer (CDO) Florian Hauer. Dabei unterstütze ein externer US-amerikanischer Dienstleister. Ein Gespräch mit Berlins Landesbevollmächtigten für Informationssicherheit verdeutlicht, wie ernst der Fall tatsächlich war - und wie viel noch ungeklärt ist. "Es wurde keine Senatsverwaltung angegriffen, sondern Berlin in Gänze", fasst Olaf Kroll-Peters im Gespräch mit dem rbb die Lage zusammen. Ihm zufolge fielen bei einer Störungsmeldung zunächst Unregelmäßigkeiten auf. "Was wir nicht gefunden haben, ist, dass der Angreifer etwas kaputt gemacht hat. Sondern, wir haben im System jemanden gefunden", sagte er. Daraufhin sei ein spezialisiertes US-Unternehmen hinzugezogen worden - das schließlich Alarm schlug. "Vielleicht haben wir es für den Täter einfach zu schnell gesehen - und die richtigen Maßnahmen getroffen", so Kroll-Peters. Doch er räumt auch ein: Wie lange der Hacker im System war, ist unklar. "Die Ermittlungen laufen, wann er ins System kam. Weil so ein Angreifer meistens schon ein bisschen vorher da ist. Aber wir sprechen von maximal ein par Tagen." Die Senatskanzlei hatte am Montag mitgeteilt, dass es bereits am Freitag zu einem Angriff auf die IT gekommen war. Wegen der Sicherheitsanalysen, die viel Netzleistung beanspruchen, waren zeitweise auch andere Dienste nicht erreichbar, zum Beispiel das Online-Portal für Wahlunterlagen. IT-Experte Manuel Atug hatte das Land für seine nach seiner Ansicht mangelhaften Cybersicherheit kritisiert. Berlin sei "sehr schlecht aufgestellt", sagte er im rbb. Experten wie er selbst hätten in der Vergangenheit bereits Vorschläge unterbreitet, die nicht umgesetzt worden seien.

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