Halbfinale sorgt für heftige Kritik
Startseite Sport Sport A-Z „Völlig fassungslos“: Zverev-Ansetzung im Wimbledon-Halbfinale sorgt für heftige Kritik Von: Luca Hartmann Uns auf Google folgen Alexander Zverev trifft am Freitag im Wimbledon-Halbfinale auf Lokalmatador Arthur Fery. Experten kritisieren die Ansetzung der Organisatoren. London – Das Wimbledon-Halbfinale am Freitag mit deutscher Beteiligung verspricht Tennis vom Feinsten: Auf der einen Seite French-Open-Sieger Alexander Zverev, der beim Rasenklassiker noch nie so weit gekommen ist. Sein Gegenüber, das britische Märchen Arthur Fery, ist Weltranglisten-114. mit Wildcard, aufgewachsen fünf Minuten vom All England Club entfernt. Doch noch bevor der erste Ball gespielt wird, sorgt eine Entscheidung der Wimbledon-Organisation für Aufregung und heftige Kritik von Experten und Fans. Obwohl Zverev (Sieg gegen Taylor Fritz) und Fery (Sieg gegen Flavio Cobolli) erst am Mittwoch im Viertelfinale im Einsatz waren, eröffnen sie das Halbfinalprogramm. Das ebenfalls mit großer Spannung erwartete Duell von Novak Djokovic gegen Jannik Sinner, das ursprünglich zum Auftakt erwartet worden war, findet erst als zweites Halbfinale statt. Zverev im Wimbledon-Halbfinale gegen Fery – überraschend vor Djokovic gegen Sinner Das ist höchst ungewöhnlich: Djokovic (Sieg gegen Felix Auger-Aliassime) und Sinner (Sieg gegen Jan-Lennard Struff) spielten bereits am Dienstag, hatten also regulär mehr Regenerationszeit als Zverev und Fery. Der Usus sieht vor, dass mehr Regenerationszeit bedeutet: zuerst spielen – doch die Organisatoren entschieden sich anders. Stattdessen eröffnen Zverev und Fery um 14.30 Uhr das Programm auf dem Centre Court – bei erwarteten über 30 Grad in London. Sinner und Djokovic, die beide ungern bei extremer Hitze spielen, kommen danach und dürfen sich vermutlich über etwas kühlere Temperaturen freuen. Je nach Uhrzeit könnte beim Duell auch das Dach geschlossen werden. Vor allem Djokovic dürfte sich über die Ansetzung freuen. Der serbische Grand-Slam-Rekordsieger hatte im Viertelfinale in einem Kraftakt erst nach über fünf Stunden gegen Auger-Aliassime gewonnen. In den sozialen Medien vermuten einige verärgerte Fans, die Organisatoren wollen ihm und dem Weltranglisten-Ersten Sinner durch die spätere Ansetzung noch mehr Erholungszeit und angenehmere Außenbedingungen ermöglichen. Und auch mehrere Tennis-Journalisten zeigten sich empört. US-Reporter Ben Rothenberg erklärte, er sei „ziemlich, ziemlich überrascht“ über die Ansetzung. Der spanische Journalist José Morón schrieb sogar: „Ich bin völlig fassungslos. Ich verstehe nicht, warum sie so etwas tun.“