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Halbleiter: Infineon wirbt für zweites TSMC-Werk in Dresden

Wirtschaft

Der Dax-Konzern drängt die Taiwaner zu einer weiteren Investition im Silicon Saxony, dieses Mal mit modernsten Strukturgrößen. Ob es dazu kommt, dürfte auch vom Staat abhängen. Joachim Hofer 07.07.2026 - 14:58 Uhr Artikel anhören

TSMC-Werk in Dresden: Partner Infineon bringt eine weitere Fabrik ins Gespräch. Foto: Robert Michael/dpa

München. Der Chiphersteller Infineon setzt sich für ein zweites Werk des taiwanischen Auftragsfertigers TSMC in Dresden ein. „Der nächste Schritt muss sein, dass TSMC eine weitere Fabrik mit kleinen Strukturgrößen baut“, sagte Produktionsvorstand Alexander Gorski auf dem „Bayerischen Halbleiterkongress“ in München.

Das erste Werk von TSMC in der sächsischen Landeshauptstadt entsteht bereits. Der Dax-Konzern Infineon sowie die Mitbewerber Bosch und NXP beteiligen sich an dem zehn Milliarden Euro teuren Vorhaben. In der Fabrik will TSMC ab dem kommenden Jahr Halbleiter mit sogenannten reifen Technologien fertigen.

Nun bringt Gorski eine zusätzliche Fabrik mit modernsten Fertigungsverfahren ins Gespräch. Zum Vergleich: In dem im Bau befindlichen Werk sollen Chips mit Strukturgrößen von 12 bis 16 Nanometern und 22 bis 28 Nanometern entstehen. Diese Bauelemente fragt vorwiegend die Autoindustrie nach.

Moderne Chips für Künstliche Intelligenz (KI) werden dagegen mit Drei- bis Fünf-Nanometer-Technologie gefertigt. Derartige Halbleiter spielen für große Teile der europäischen Industrie derzeit noch keine zentrale Rolle. Allerdings könnte sich das in den nächsten Jahren ändern.

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