Hamburg bekommt riesigen Batteriespeicher für 80 Millionen
Um die Energie aus Sonne und Wind zu speichern, wenn sie gerade im Überschuss produziert wird, bedarf es vieler großer Speicher. Hamburg bekommt jetzt eine solche riesige Speicheranlage im Osten der Stadt. Sie soll unter anderem die Firmen im Innovationspark Bergedorf versorgen. Der Bau kostet 80 Millionen Euro und entsteht auf der Fläche von etwa drei Fußballfeldern.
Gebaut wird die riesge Anlage vom schwedischen Energy-Tech-Unternehmen Flower. Sie hat 100 MW Leistung und 400 MWh Kapazität und soll bis Ende 2028 in Betrieb gehen.
Wie auf der Visualisierung schon zu erkennen ist, handelt es sich bei einem solchen Speicher nicht um ein Gebäude, sondern um eine große Anlage, die viel Platz in Anspruch nimmt. Sie entsteht auf 200 Metern Länge und 100 Metern Breite etwa und umfasst unter anderem 40-60 Batterie-Container plus Technikgebäude und Wechselrichter-Stationen. Die Speicher selbst sind ähnlich wie Schiffscontainer und um die drei Meter hoch.
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Bisher größter Batteriespeicher im Norden
Die Anlage wird Hamburgs größter Batteriespeicher und nach aktuellem Kenntnisstand von Flower der bisher größte Batteriespeicher innerhalb einer deutschen Großstadt. Allerdings ist die Entwicklung dieser Speicher gerade sehr schnell und viele neue Anlagen entstehen.
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Die Anlage in Bergedorf speichert Strom aus Wind- und Sonnenenergie zwischen und gibt sie dann in Zeiten hoher Nachfrage wieder ab. So kann mehr eneuerbare Energie genutzt werden, statt dass etwa Windkraftanlagen in Zeiten hoher Produktion abgeschaltet werden müssen.
Für Hamburg stellt das Projekt einen weiteren Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2040 dar. „Wir wollen die Energiewende auch weiterhin mit großen Schritten vorantreiben und uns unabhängig von fossilen Importen machen“, sagt Umweltsenatorin Katharina Fegebank. „Dafür brauchen wir smarte Lösungen und Unternehmen, die mutig in grüne Zukunftsenergien investieren.”
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Bau mit Unterstützung der Wirtschaftsförderung
Die Wirtschaftsförderung „Hamburg Invest“ hat das Unternehmen bei der Entwicklung des Projekts am Standort Hamburg intensiv begleitet und bei zentralen Fragen der Ansiedlung unterstützt. Hamburg-Invest-Geschäftsführer Dr. Rolf Strittmatter: „Mit dem Baustart von Flower gewinnt der Innovationsstandort Bergedorf weiter an Substanz. Das zeigt zugleich, wie internationale Ansiedlung und wirtschaftliche Entwicklung den Standort voranbringen.“
Weiter nördlich plant Vattenfall gerade einen noch größeren Batteriespeicher auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks Brunsbüttel in Schleswig-Holstein Die Anlage bekommt eine Leistung von 254 Megawatt und eine Kapazität von bis zu 1.000 Megawattstunden (MWh) und soll bis Ende 2028 gebaut und in Betrieb genommen werden.
In Klostermansfeld in Sachsen-Anhalt, nordwestlich von Halle, wird derzeit am größten Speicher Deutschlands gebaut. Er soll eine Leistung von 1.000 Megawatt haben und bis zu 5.700 Megawattstunden Strom speichern können.