Hamburg: Linke fordern Verbot von Smart Glasses in Schwimmbädern
Stand: 19.07.2026 08:01 Uhr Die Hamburger Linken wollen in Schwimmbädern Smart Glasses verbieten lassen - also Brillen mit Foto- und Video-Funktion. Einen entsprechenden Antrag will die Fraktion nach der Sommerpause der Bürgerschaft vorlegen. Eine Anfrage der Linken an den Senat hatte zuletzt gezeigt, dass heimliche Videoaufnahmen im öffentlichen Raum immer wieder ein Problem sind. Dabei sind Frauen mit Abstand am häufigsten Opfer, aber auch Kinder und Jugendliche werden immer wieder heimlich gefilmt. Mit der Kamera am Besenstiel die Nachbarn im Schlafzimmer gefilmt, eine Kamera in der Firmen-Umkleide versteckt oder Mädchen in der U-Bahn mit dem Handy aufgenommen: Alles Beispiele aus Berichten des Hamburger Datenschutzbeauftragten seit 2020. Der schrieb darin schon vor zwei Jahren: "Der Spanner ist kein Künstler: sexualisierte Aufnahmen verletzten die Privatsphäre." Täter werden häufig nicht erwischt Und das kann dann auch teuer werden. 5.000 Euro Strafe musste etwa ein Mann zahlen, der immer wieder Mädchen und jungen Frauen etwa in Einkaufszentren verfolgt und mit dem Handy gefilmt hat. Viele Personen, die solche Taten begehen, werden aber gar nicht erst erwischt, oder die Tat kann nicht nachgewiesen werden. Die Linke spricht von mangelnder Strategie und zu wenig vorbeugenden Maßnahmen. Und fordert deshalb etwa das explizite Verbot von Smart Glasses in Schwimmbädern. Bäderland verbietet Filmaufnahmen Bäderland verbietet zwar schon jetzt in den Hausordnungen, dass fremde Personen fotografiert oder gefilmt werden. Das müsse man dann aber erstmal merken, meint die Linke und das sei bei Smart Glasses fast unmöglich, weil sie wie ganz normale Brillen aussehen.