Hamburg: Neue Sternbrücke am Ziel angekommen
Um 3 Uhr nachts war es soweit: Die neue Sternbrücke hat die finale Position erreicht. Nachdem der 3700-Tonnen-Koloss in der Nacht zu Freitag die letzten etwa 500 Meter entlang der Max-Brauer-Allee hinter sich gebracht hatte, gelang auch der anschließende Einhub des 108 Meter langen und 21 Meter breiten Bauwerks. Ursprünglich hätten die Arbeiten schon am Donnerstagabend beendet sein sollen. Probleme auf dem Transportweg hatten den Zeitplan dann aber durcheinander gebracht. Die Brücke müsse nun noch abgesenkt werden, sagte die Projektleiterin der Bahn, Janna Widmaier, dem NDR . Transportiert auf 1088 Rädern Bewegt wurde der Stahlkoloss auf 48 sogenannten SPMT. Die Abkürzung steht für Self-Propelled Modular Transporter (selbstfahrender Modultransporter). Auf insgesamt 1088 Rädern, die um 360 Grad drehbar sind, ging es durch das Herz Hamburgs. Tjarks bezeichnete die neue Bahnüberführung im Bezirk Altona als »einen zentralen Punkt im europäischen Bahnnetz und auch in unserer Stadt« und nannte die Projektarbeit der Bahntochter InfraGo sowie der beteiligten Firmen eine »Koordinierungsleistung der Extraklasse«. Die neue Sternbrücke sei eine »Landmark für das Schanzenviertel für die nächsten 100 Jahre«. Das Bauwerk habe die Chance, ein Wahrzeichen für die Hansestadt zu werden. Die neue Sternbrücke könne nach Ansicht des Verkehrssenators nach der Wiederherstellung der Max-Brauer-Allee wieder zu einem Kulturraum werden. Dafür solle auch eine besondere Beleuchtung sorgen. Tjarks sagte: »Bis dahin ist es noch ein Weg, aber wir sind dabei.«