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Handball-Bundesliga: THW Kiel schlägt Gummersbach dank starkem Andreas Wolff

Sport

"Zebras" zurück in der Spur

Mit Wille und Wolff - THW Kiel ringt Gummersbach nieder

Stand: 03.10.2026 22:25 Uhr

Der THW Kiel hat am Samstagabend den sechsten Sieg in der Handball-Bundesliga gelandet. Das 29:26 (13:15) des Rekordmeisters gegen den VfL Gummersbach war aber ein hartes Stück Arbeit - und in großen Teilen der starken Leistung von Nationaltorhüter Andreas Wolff zu verdanken.

von Tobias Knaack

Der Kieler Keeper kam am Ende auf 14 gehaltene Bälle - fast noch beeindruckender und entscheidender als die Gesamtzahl aber waren vor allem die Zeitpunkte seiner Paraden. Nach holprigem Beginn brachte er seine Mannschaft in Hälfte eins ins Spiel - im zweiten Durchgang legte er mehrere Serien hin und entnervte die Gummersbacher.

Nach dem bitteren Remis im Derby gegen Flensburg (31:31) und der Klatsche bei Meister Magdeburg (26:32) gelang der Mannschaft von Trainer Börge Lund so nach zwei sieglosen Partien wieder ein Erfolg. Bester Werfer der "Zebras" war Domen Makuc mit acht Toren, der ehemalige Gummersbacher Julian Köster traf im ersten Duell mit seinem Ex-Club sechs Mal.

Für den THW geht es am nächsten Sonntag mit dem Nordduell gegen den HC Hamburg weiter (11. Oktober, 15 Uhr, im NDR Livecenter).

Schwieriger Start für Kiel

In der 13. Minute hämmerte Köster den Ball mit voller Wucht in den linken Winkel - und fast sah es so aus, als wollte er das Tor gleich mit umhauen. Es war sein erster Treffer und das 6:9 aus Sicht der Kieler, die einen schwierigen Start in die Partie erwischten.

Der VfL hebelte die Deckung des THW immer wieder aus - und Gäste-Keeper Bertram Obling nahm den Gastgebern viele freie Würfe weg. Alleine Köster scheiterte in den ersten fünf Minuten gleich zweimal am 31-Jährigen, der bis zur Mitte des ersten Abschnitts 50 Prozent der Würfe auf sein Tor parierte.

Wolff dreht auf, Dahmke zur ersten THW-Führung

THW-Trainer Lund wechselte früh durch - und allmählich wurden die "Zebras" in Angriff und Abwehr aggressiver und beweglicher. Wolff parierte einige VfL-Würfe stark, vorne nutzte Köster eine gut gestellte Sperre am Kreis und legte den Ball mit einem herrlichen Dreher an Obling vorbei zum Anschlusstreffer ins Netz (10:11, 23.). Dennoch ging es mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Pause (13:15).

Der hatte auch in den ersten Minuten nach Wiederbeginn Bestand, doch dank einer Serie von Paraden von Torhüter Wolff kam der THW erst ran, dann zum Ausgleich - und wenig später zur ersten Führung. Köster jagte den Ball vom Kreis per Hechtsprung in die Maschen (18:18, 38.), Rune Dahmke traf von Linksaußen flach neben den rechten Pfosten zur ersten Kieler Führung überhaupt (19:18, 40.).

Wolff-Show macht es möglich - "Zebras" erkämpfen Sieg

Auch VfL-Keeper Obling war noch immer gut im Spiel, der mit Abstand beste Mann auf der Platte aber war nun sein Gegenüber Wolff.

Mit jeder Minute wurde er immer mehr zur pink gekleideten Ein-Mann-Mauer. Und zum Albtraum der Gummersbacher Werfer. Ob hoch, flach, gedreht: Wolff hielt (fast) alles und ermöglichte es seinem Team, sich sukzessive abzusetzen.

Domagoj Duvnjak erzielte die erste Drei-Tore-Führung der Gastgeber (23:20, 47.), die in der Folge nichts mehr anbrennen ließen.

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