Handel: Russische Metro-Tochter spendet Millionen für Krieg gegen Ukraine
Moskau. Die russische Tochtergesellschaft des deutschen Handelskonzerns Metro hat eine Milliarde Rubel (etwa 10,9 Millionen Euro) für Russlands Kriegsanstrengungen bereitgestellt – einen Monat nachdem der russische Präsident Wladimir Putin die russische Metro-Einheit unter vorübergehende staatliche Verwaltung gestellt hatte.
Wie aus einer am Freitag veröffentlichten Erklärung hervorgeht, sollen die Mittel für die Anschaffung von Ausrüstung verwendet werden, darunter Kommunikationsgeräte sowie Technik zur Drohnenabwehr. „Als Teil des russischen Wirtschaftssystems halten wir es für wichtig, uns an den strategischen Initiativen des Staates zu beteiligen“, erklärte Geschäftsführer Johannes Maria Tolay auf der Website des Unternehmens.
Die Spende leitete Metro Russland demnach an den Fonds „Volksfront. Alles für den Sieg!“. Betrieben wird er von der Organisation „Allrussische Nationale Front“, einer politischen Bewegung, die auf Initiative Putins gegründet wurde.
Die deutsche Metro AG mit Hauptsitz in Düsseldorf distanzierte sich in einer Stellungnahme von der Millionenspende: Dies gelte ausdrücklich für „jede Unterstützung des russischen Kriegs gegen die Ukraine. Die Finanzierung oder Unterstützung von Kriegshandlungen entspricht weder unserer Haltung noch der Art und Weise, wie wir unser Geschäft führen.“