Hansa Rostock: Ex-BVB-Talent ist die Nummer 1 bei Traditionsklub aus dem Osten
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Jetzt ist Hansas wichtigstes Personal-Geheimnis gelüftet! Eine Woche vor dem Drittliga-Auftakt bei Hoffenheim II hat Trainer Daniel Brinkmann seine Wahl getroffen: Luca Unbehaun geht als Nummer 1 in die neue Spielzeit. Brinkmann bestätigte die Personalie bei Hansa-TV: „Luca Unbehaun wird als erster Torwart in die Saison gehen. Es war ein enges Rennen.“ Heißt: Herausforderer Yannic Stein muss sich vorerst hinten anstellen. Ex-Unioner Stein auf der Bank Lange war offen, wer beim Auftakt im Tor steht. Stein, im Sommer von Union Berlin gekommen, hatte in der Vorbereitung überzeugt. Auch im Training hinterließ er einen starken Eindruck. Die Hansa-Fans spekulierten bereits: Wer gewinnt das Duell? Jetzt hat Brinkmann seine Ansage gemacht. Nicht, weil Stein enttäuschte. Sondern, weil Unbehaun in den entscheidenden Punkten vorn lag. Erfahrung gibt den Ausschlag Der große Pluspunkt des früheren BVB-Talents: Erfahrung. Unbehaun hat trotz seiner erst 25 Jahre bereits 60 Drittliga-Spiele für Borussia Dortmund II und den SC Verl absolviert. Dazu kommen 69 Einsätze in der zweiten niederländischen Liga für den FC Emmen. Stein (21) dagegen hat „nur“ 26 Spiele für Babelsberg in der Regionalliga Nordost auf dem Buckel. Brinkmann erklärt: „Luca hat natürlich so ein bisschen den Vorteil, dass er diese Erfahrungswerte der Profispiele schon hat. Trotz seines jungen Alters – und ich fand ihn gegen Gladbach recht souverän.“ Diese Souveränität überzeugte das Trainerteam. Brinkmann will Ruhe von hinten Es geht nicht nur ums Halten. Für Brinkmann zählt auch, dass sein Torwart mit dem Ball Sicherheit ausstrahlt. Gerade zum Saisonstart kann ein ruhiger Schlussmann Gold wert sein. Der Trainer sagt über Unbehaun: „Fußballerisch gibt er uns schon eine gewisse Ruhe.“ Vertrauen ja, Freifahrtschein nein Trotz des Vorzugs bleibt der Druck hoch. Brinkmann stellt klar: „Luca hat jetzt das Vertrauen, aber er weiß auch, dass er Druck hat.“ Für Unbehaun bedeutet das: Er startet als Nummer 1, muss seinen Vorsprung aber sofort bestätigen. Stein bleibt dran . Ein bequemes Stammplatz-Polster gibt es nicht. Das Duell ist entschieden. Der Druck bleibt. Vom Anruf zur Nummer 1 Kurios: Unbehaun spielte bei seinem Wechsel selbst eine entscheidende Rolle.