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Hapag-Lloyd hält an Übernahme der Reederei ZIM fest

Wirtschaft

Stand: 13.09.2026 16:29 Uhr

Die Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd setzt trotz Widerstands aus Israel weiter auf die geplante Übernahme der dortigen Reederei Zim Integrated Shipping (ZIM). Zuvor hatte die israelische Regierung ein Veto eingelegt.

In einem Interview mit der " Welt am Sonntag" sagte Hapag-Lloyd-Chef Rolf Habben Jansen, die Diskussion mit den israelischen Behörden sei intensiver geworden - und das helfe immer. "Das Konzept, das wir vorgestellt haben, ist in vielen Bereichen eine Verbesserung - und auch für den Staat Israel gegenüber dem Status Quo"“, so Habben Jansen.

Für 3,6 Milliarden Euro will Hapag-Lloyd vor allem die internationalen Geschäfte von ZIM kaufen. Ein kleinerer Teil, der vor allem für die Versorgung Israels wichtig ist, soll von einer israelischen Investment-Firma übernommen werden. Im Februar hatte Hapag-Lloyd eine Vereinbarung mit den Eigentümern von ZIM unterzeichnet.

Freigabe durch den Staat Israel erforderlich

Hapag-Lloyd ist mit mehr als 300 Schiffen und einer Gesamttransportkapazität von 2,5 Millionen Standardcontainern die fünftgrößte Reederei der Welt. Durch die Übernahme will die Hamburger Reederei die eigene Flotte auf mehr als 400 Schiffe ausbauen und die Kapazität auf mehr als 3 Millionen Container erhöhen.

Aufgrund von Sonderrechten in der Satzung von ZIM ist für die Übernahme eine Freigabe durch den Staat Israel erforderlich. Dort sieht man die Übernahme jedoch kritisch. Sowohl das israelische Verteidigungsministerium als auch Premierminister Benjamin Netanjahu hatten sich dagegen ausgesprochen. Der Verkauf der Reederei ZIM berücksichtige die Interessen Israels nicht ausreichend, hieß es aus dem israelischen Verteidigungsministerium.

Hapag-Lloyd-Chef: "Ich verstehe die Sorgen"

Bedenken gibt es im israelischen Verteidigungsministerium angeblich vor allem, weil zwei Staatsfonds aus Saudi-Arabien und Katar zu den Eignern von Hapag-Lloyd gehören. Sie verfügen über 10,2 beziehungsweise 12,1 Prozent der Anteile. "Ich verstehe, dass diese Sorge geäußert wird", sagte Habben Jansen nun. Die Anteilseigner hätten jedoch keinen direkten Einfluss auf das Tagesgeschäft. "Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass unser Konzept sehr gut ist und dass wir die israelischen Behörden davon überzeugen können", so Habben Jansen.

Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | Hamburg Journal | 12.09.2026 | 19:30 Uhr

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