Harald Schmidt über das Auswandern in die Schweiz: „Das kapieren die meisten Deutschen ja nicht“
Kabarettist und Entertainer Harald Schmidt ist gemeinsam mit der Schauspielerin und Moderatorin Hanna Scheuring und ihrem Bühnenprogramm „Hanna & Harald – Scheuring fragt, Schmidt redet“ auf Tour durch die Schweiz. Scheuring zählt laut „TeleZüri“ zu den bekanntesten Schauspielerinnen des Landes und steht seit vielen Jahren erfolgreich auf den Theaterbühnen. Was er von der Schweiz als Auswandererland hält, erzählt der Entertainer beim „Sommertalk“, der beim Schweizer regionalen Privatfernsehsender „TeleZüri“ zu sehen ist und von Oliver Steffen moderiert wird. Schauspielerin soll Entertainer nach Zürich locken Steffen fragte dort Scheuring, ob sie Schmidt noch nicht dauerhaft von Deutschland nach Zürich locken wollte. „Es ist hier doch schön zum Leben“, sagte der Moderator. „Aber nicht als Deutscher“, entgegnet daraufhin sofort Entertainer Harald Schmidt. „Das kapieren die meisten Deutschen ja nicht.“ Sie würden in die Schweiz ziehen und überglücklich sein, dass sie Steuern sparen. „Aber dann wissen sie nicht, was sie mit dem gesparten Geld machen sollen“, meint Schmidt. Deutsche sind laut Schmidt unbeliebt in der Schweiz Seine Landsleute, die Deutschen, sollten wissen, wie unbeliebt sie eigentlich in der Schweiz sind, erzählt Schmidt. Das würden seine Schweizer Freunde ihm nämlich sagen: „Ihr wisst ja gar nicht, wie unbeliebt ihr seid, mit eurem Befehlston!“ Mit einem Augenzwinkern macht sich Schmidt dann über das typische Verhalten Deutscher am Beispiel des Brötchenkaufs beim Bäcker lustig. Die Deutschen eben im Befehlston, die Schweizer würden sich dafür entschuldigen, die Bäckerei zu betreten und zu existieren, nach dem Motto: „Wäre es vielleicht möglich, dass ...“. Die Schweiz eigne sich nicht als Auswandererland In Deutschland sei der große Satz derzeit: „Wenn das hier so weitergeht, dann sind wir weg“, erzählt Schmidt weiter. Er sage dann immer „Ja, wohin denn?“ Würde dann Österreich oder die Schweiz genannt, meint Schmidt ironisch: „Viel Spaß in der Schweiz! Dort ist man begeistert über jeden Deutschen, der kommt.“ Um aber auf die eigentliche Frage zu antworten, meint Schmidt, dass er die Schweiz als Besucher hervorragend finde, aber als Wohnort, für seinen Beruf, zu ruhig und harmonisch sei. Eigene Marotten, nach denen Steffen Schmidt ebenfalls fragte, hat der Entertainer aber durchaus auch. So gestand Schmidt: „Natürlich schreie ich den Fernseher an. Wenn ich bei den Nachrichten eine Moderatorin sehe, die mir nicht gefällt, schreie ich: Halt die Fresse!“. In der Schweiz würde er sich eine solche Wortwahl allerdings verkneifen. Dort gehe es im Umgang deutlich höflicher und zurückhaltender zu. Worüber im Talk gesprochen wird Im Gespräch vor laufender Kamera geht es dabei um weit mehr als ihre gemeinsamen Bühnenauftritte und das Auswandern. Die beiden erzählen auch, wie sie sich kennengelernt haben, wie ihr persönliches Verhältnis zueinander ist und worin sich Deutschland und die Schweiz unterscheiden. Auch Schmidts mögliche Starallüren kommen zur Sprache.