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Hardwareklau auf der Gamescom: Heftige Kritik an der Koelnmesse

Technologie

Für mehrere Indie-Entwickler wurde die Gamescom 2026 von einem unerwarteten Verlust überschattet. An verschiedenen Ständen verschwanden Laptops und weitere Hardware. Betroffen waren unter anderem der britische Solo-Entwickler Ryan Laley sowie Tessera Studios aus Spanien. Auch am Gemeinschaftsstand von Iam8Bit in der Business-Area kam es zu einem Diebstahl.

Indie-Entwickler melden gestohlene Hardware

Für Laley hatte der Vorfall weitreichende Folgen: „Meine Gamescom ist vorzeitig zu Ende. All unsere Laptops wurden gestohlen. Über Nacht“, teilte der Entwickler mit. Er habe den Vorfall der Veranstaltungsleitung, dem Sicherheitsdienst und der Polizei gemeldet.

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Bei Tessera Studios wurde nach eigenen Angaben ein Schließfach aufgebrochen. Dabei verschwanden zwei Laptops und ein Steam Deck. Co-Gründer Pere Suau kritisierte anschließend öffentlich den Umgang mit den Vorfällen: „Das Schlimmste ist, dass die Gamescom keine Verantwortung übernimmt.“

Tom Henderson meldet sich via X zu Wort

Auch der bekannte Journalist Tom Henderson hat zu dem Thema einen Beitrag auf X veröffentlicht in dem er erklärte: „Die Sicherheitsvorkehrungen waren ein Witz. Meistens, wenn ich jemanden in einer Security-Uniform gesehen habe, stand er an den Ausgängen und rauchte.“ Unter den Kommentaren befinden sich zahlreiche Stimmen, die den Veranstaltern einen Hauptteil der Schuld anlasten und dies in drastischen Worten zum Ausdruck bringen.

Mehrere Fälle in unterschiedlichen Bereichen

Die Vorfälle beschränkten sich nicht nur auf den frei zugänglichen Besucherbereich. Einer der Diebstähle ereignete sich in Halle 4.1 der Business-Area. Dieser Bereich ist Ausstellern, Fachbesuchern und Medienvertretern vorbehalten. Ein weiterer Fall wurde aus der Indie Area in Halle 10.2 gemeldet.

Koelnmesse bestätigt Vorfälle

Die Koelnmesse hat die Vorfälle inzwischen bestätigt. Nach Angaben des Veranstalters wurden die zuständigen Behörden eingeschaltet und die Untersuchungen laufen. Gleichzeitig weist die Messe darauf hin, dass die reguläre Hallensicherung keine individuelle Bewachung einzelner Stände umfasst.

Zusätzliche Standwachen kosten extra

Für die allgemeine Sicherheit setzt die Koelnmesse auf uniformiertes Personal und externe Dienstleister. Wer eine individuelle Bewachung des eigenen Standes wünscht, kann zusätzliche Standwachen gegen Aufpreis beauftragen. Zudem empfiehlt der Ausrichter, wertvolle Ausrüstung gegen Diebstahl zu versichern.

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Auch die Teilnahmebedingungen regeln die Haftung: Dort heißt es, der Veranstalter übernehme „keine Haftung bei Verlust“ von Gegenständen und Wertgegenständen, die von Ausstellern oder Dritten eingebracht werden.

Die Koelnmesse bezeichnet die bekannt gewordenen Fälle als Einzelfälle und erklärt, man bedauere besonders, dass Indie-Entwickler betroffen seien. Zugleich weist der Veranstalter darauf hin, dass bei einer Messe dieser Größenordnung trotz Sicherheitsmaßnahmen versucht werden könne, solche Situationen auszunutzen.

Für kleinere Studios können gestohlene Arbeitsgeräte jedoch eine erhebliche Belastung darstellen. Die dokumentierten Fälle betreffen inzwischen mehrere Aussteller und unterschiedliche Bereiche der Messe. Damit stellt sich die Frage, wie die Sicherheitsmaßnahmen insbesondere für kleinere Teilnehmer künftig gestaltet werden.

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