Harry Nelis: „Was wir sehen, ist der Beginn eines neuen, massiven Zyklus“
Berlin. Harry Nelis gehört zu den bekanntesten und dienstältesten Finanzinvestoren in Europa. Der Partner des internationalen Risikokapitalgebers Accel beteiligt sich von London aus seit mehr als 20 Jahren an europäischen Start-ups. Zu seinen bekanntesten Investments in Deutschland gehören Softwarefirmen wie der Prozessautomatisierungsspezialist Celonis und das HR-Software-Start-up Personio oder die deutsch-amerikanische KI-Kontrollfirma Dash0 von Seriengründer Mirko Novakovic. Nelis sagt: „Auch als Investor muss man sich – wie bei KI oder dem Einsatz von KI in Unternehmen – ständig neu erfinden, sonst wird man zum Dinosaurier.“ Trotz der steigenden Preise und Bewertungen für Start-ups in Europa glaubt er weiterhin an das Geschäftsmodell von Risikokapitalgebern: „Was wir jetzt sehen, ist der Beginn eines neuen, massiven Zyklus.“ Aber er sagt auch: „Als Investor sind die heutigen Zeiten unglaublich aufregend, weil sich alles verändert, und gleichzeitig so beängstigend wie nie zuvor, weil die Zahlen und das Risiko deutlich höher sind.“ Gründern in Europa gibt er den Rat, dass sie Ambitionen haben sollten, auch auf dem internationalen Parkett mitzuspielen. Niemand werde die beste europäische Infrastruktur kaufen, wenn es eine deutlich bessere amerikanische gebe.