Harry Potter: Fans verzögerten wegen Dobbys fiktiver Grabstätte ein Energieprojekt
In der Welt von »Harry Potter« könnten Zauberer möglicherweise Berge versetzen. In der Realität haben Fans der Welt von J.K. Rowling immerhin die Verlegung eines Grabes verhindert – also zumindest einer fiktiven Ruhestätte. In Wales sind Kabel eines mehrere Hundert Millionen Euro teuren Energieprojekts nicht an der geplanten Stelle durch die Dünen eines Strands verlegt worden, weil dort in der »Harry Potter«-Filmreihe der Hauself Dobby begraben worden ist. Nach einem BBC-Interview über die Pläne für die Kabel haben laut Ludlam »Hunderte wütende Fans angerufen«, die sich darüber empört haben, dass das Kabel »direkt durch Dobbys Grab« verlegt werden sollte. Er selbst habe die Figur nicht gekannt und den Aufruhr nicht verstanden, sagte Ludlam in dem Podcast. Ein Kollege habe ihn aber davon überzeugt, dass es eine »sehr, sehr ernste« Angelegenheit sei. Viele Leute seien darüber sehr glücklich gewesen. Und: »Das Projekt läuft jetzt weiter und Dobby ist glücklich.« Das Starkstromkabel verbindet Wales mit der irischen Grafschaft Wexford und transportiert insbesondere Wind- und Solarstrom zwischen beiden Ländern. Dobby stirbt im siebten und letzten Band der Reihe in Harrys Armen nach dessen Befreiung aus den Fängen der Malfoys. Die Fans des Hauselfen haben an dem Gedenkort beschriftete Steine mit Nachrichten an Dobby hinterlassen, teils auch Socken – als Symbol für dessen Freilassung. In der Geschichte kann ein Hauself nur befreit werden, wenn ihm sein Herr ein Kleidungsstück schenkt. Das macht Dobbys Gebieter Lucius Malfoy, als er dem Elfen durch einen Trick Harry Potters versehentlich eine Socke gibt.