Harry und Charles: das Minutenprotokoll des neuen Eklats
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London (Großbritannien) – Es sind nur wenige Minuten. Doch genau dieser kurze Moment zeigt, wie tief der Graben zwischen König Charles III. (77) und seinem Sohn Prinz Harry (41) inzwischen geworden ist. Eigentlich sollte mit einem Schreiben aus dem Buckingham-Palast Klarheit über den Umgang mit Harry und Herzogin Meghan (45) nach deren Rückkehr geschaffen werden. Stattdessen begann ein neuer Schlagabtausch zwischen den beiden Lagern. Darüber berichtet die britische „Daily Mail“.
Der Auslöser: Der Palast stellte noch einmal unmissverständlich klar, was seit dem Megxit 2020 gilt. Harry und Meghan kehren nicht als arbeitende Royals zurück. In dem Schreiben wird das Paar sinngemäß als Privatpersonen mit eigenen kommerziellen und wohltätigen Interessen beschrieben. Eine Formulierung, die bei dem Paar für Empörung sorgte.
Das Minutenprotokoll des neuen Royal-Krachs
Nach Angaben aus dem Umfeld der Sussexes wurden Harry und Meghan um 13.59 Uhr über den Inhalt des Schreibens informiert. Nur 20 Minuten später, um 14.19 Uhr, reagierte ihr Team. Es hoffte demnach, noch „den einen oder anderen Punkt“ klären zu können, bevor die Erklärung veröffentlicht wird. Doch dazu kam es nicht.
Laut Palastangaben war Harry zu diesem Zeitpunkt bei einem Termin in den Tower Bridge Studios in London unterwegs und zunächst nicht erreichbar.
Um 15.09 Uhr soll ein Kontakt möglich gewesen sein. Zwei Minuten später folgte für Team Sussex die nächste Überraschung: Um 15.11 Uhr erhielten sie die Bestätigung, dass die Erklärung bereits fünf Minuten zuvor an die Medien gegangen war. Für Harrys Umfeld offenbar ein Affront.
Streit um ein einziges Wort
Besonders brisant: Nach Informationen der „Daily Mail“ stören sich die Sussexes vor allem daran, als „Privatpersonen“ beschrieben zu werden. Stattdessen wünsche sich das Paar die Bezeichnung „Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens“. Zudem hätten Harry und Meghan gerne eine ausdrückliche Anerkennung gesehen, dass sie trotz ihres Rückzugs weiterhin Mitglieder der königlichen Familie seien – auch wenn sie keine öffentlichen Gelder mehr erhalten.
Aus Sicht des Palasts ist die Sache dagegen längst entschieden. Dort wird auf die Vereinbarungen des sogenannten Sandringham-Gipfels von 2020 verwiesen. Damals wurde festgelegt, dass Harry und Meghan ihre royale Rolle aufgeben und sich ein neues Leben in den USA aufbauen.
Die zwei Lager kämpfen um die Deutungshoheit
Während das Sussex-Lager den Zeitpunkt der Veröffentlichung kritisch hinterfragt, weist der Palast jede Unterstellung zurück. Quellen von Harry und Meghan vermuten laut „Daily Mail“, dass die Erklärung möglicherweise vor einem Treffen des Sicherheitsgremiums Ravec veröffentlicht wurde, um Einfluss auf die Debatte über Harrys staatlich finanzierten Personenschutz zu nehmen.
Die Zeitung berichtet jedoch unter Berufung auf Palastkreise, dass diese Darstellung falsch sei. Das Schreiben habe lediglich für Klarheit sorgen sollen. Im Umfeld von König Charles wird der Vorfall vielmehr als Bestätigung dafür gesehen, warum ein Modell „halb drinnen, halb draußen“ für Harry und Meghan niemals funktionieren könne. Genau diese Mischform aus royaler Nähe und eigenständigen Geschäften hatte der Palast schon vor Jahren ausgeschlossen.