Harte ARD-Entscheidung: TV-Krimi endet trotz fast 5 Millionen Zuschauern nach nur einem Jahr
Krimis sind oft ein Selbstläufer im Programm der Öffentlich-Rechtlichen. Zumindest auf den ersten Blick umso überraschender kommt die Entscheidung der ARD, ein neues Format vorzeitig abzusetzen. Sie gehören fest zum Donnerstagabend im Ersten: Die "Donnerstagskrimis" der ARD entführen das Fernsehpublikum immer wieder in unterschiedliche Regionen, zuletzt im März 2025 erstmals nach Griechenland. Mit "Tod in der Bucht" feierte der "Kreta-Krimi" damals eine beachtliche Premiere und brachte frischen Wind ins ARD-Sortiment – doch damit ist nun überraschend schon wieder Schluss. Nach nur einem Film wird die Reihe nicht fortgesetzt. "Kreta-Krimi" endet vorzeitig in der ARD Die Entscheidung der ARD überrascht, denn die Einschaltquoten für den "Kreta-Krimi" waren solide. Bei der Erstausstrahlung sahen am 6. März 2025 knapp 4,93 Millionen Menschen zu. Dies entsprach einem starken Marktanteil von 19,5 Prozent. Die kürzlich erfolgte Wiederholung am 4. Juli konnte sich mit 3,68 Millionen immer noch über fast 20 Prozent Marktanteil freuen. Dennoch gab die ARD gegenüber Joyn bekannt: Einen zweiten "Kreta-Krimi" wird es nicht geben. Gründe wurden seitens der Verantwortlichen nicht genannt, jedoch dürften Sparmaßnahmen und eine Neuausrichtung der Senderlandschaft eine Rolle spielen – auch im Zuge der öffentlichen Debatte rund um den Rundfunkbeitrag. Damit verpasst der "Kreta-Krimi" die Chance, sich wie andere langlebige Formate – etwa "Nord bei Nordwest" oder "Der Zürich-Krimi" – zu etablieren. Erst vor wenigen Wochen startete mit "Der Saarland-Krimi" ein weiterer Ableger der beliebten Krimireihe. Darum geht's im Kreta-Krimi "Tod in der Bucht" Eigentlich spiegelte der Pilotfilm "Tod in der Bucht" mit seiner Mischung aus Ermittlungsarbeit, Familienkonflikten und persönlichem Drama den Zeitgeist moderner TV-Krimis wider. Die Hauptdarstellerin Naomi Krauss erhielt für ihre Darstellung überdies viel Lob. Im Mittelpunkt von "Tod in der Bucht" steht Polizistin Eleni Theodoraki (Krauss), die nach Jahren auf dem Festland in ihre kretische Heimat zurückkehrt und die Leitung der Mordkommission in Rethymnon übernimmt. Ihr erster Fall: Der Bauamtsleiter wird tot in einer Bucht gefunden. Die Ermittlungen stellen Eleni und ihr Team – darunter ihr Großneffe Alexis (Danilo Kamperidis) und Penelope (Franziska von Harsdorf) – vor gleich mehrere Verdächtige.