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„Härtestes Jahr meines Lebens“: Designer Kilian Kerner hatte Todesängste

Unterhaltung

Die vergangenen Monate waren für Kilian Kerner (47) ein eindringlicher Weckruf. Nach einem Bandscheibenvorfall litt der Modedesigner unter starken Schmerzen, musste operiert werden und brauchte lange, um sich körperlich und mental von den Folgen zu erholen. Gegenüber BUNTE.de verrät er: „Es war das härteste Jahr meines Lebens.“

Trotz extremer Schmerzen arbeitete Kerner weiter

Im Februar 2026 sprach der Star-Designer nach der Operation öffentlich über seinen Leidensweg. Ein Teil seiner Bandscheibe war geplatzt und hatte auf die Nerven gedrückt, wodurch er heftige Schmerzen erlebte. Die Operation tilgte den Schmerz zwar, direkt danach kämpfte er jedoch mit Atemproblemen, sodass er vorübergehend Sauerstoff benötigte.

Zuvor hatte Kerner nach eigener Aussage mehrere Tage extremer Schmerzen ertragen und war „körperlich, geistig und seelisch völlig erschöpft“. Zunächst arbeitete er weiter, teils mit bis zu 18 Schmerztabletten am Tag. Als das nicht mehr ausreichte, wurde für seine Show bei der Berliner Fashion Week im Januar sogar sein Rücken betäubt. Einen Tag später konnte er sich gar nicht mehr bewegen – und musste aus seiner Wohnung in den Krankenwagen getragen werden. Die Ereignisse hinterließen tiefe Spuren bei dem 47-Jährigen – nicht nur körperlich, sondern auch psychisch. Nach der Operation zog er sich deshalb erst einmal zur Genesung zurück.

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Kilian Kerner spricht über Wendepunkt nach der schweren Zeit

„Die Monate von November 2025 bis Juli 2026 waren harte Schläge ins Gesicht“, erinnert sich Kilian Kerner an die schwierige Phase. Seine letzte Kollektion entstand damals innerhalb eines zweitägigen Entwurfwahns – und spiegelte die starken Schmerzen und die emotionale Schwere wider, unter denen der Berliner Designer zu dieser Zeit litt.

Die neue Kollektion für die Pariser Fashion Week steht dagegen ganz im Zeichen eines persönlichen Wendepunkts. „Es hat sich alles in dieser Nacht verändert – beziehungsweise am Morgen danach“, erzählt Kerner. Was genau geschehen ist, behält der Star-Designer für sich. Doch von diesem Moment an habe sich sein Leben grundlegend gedreht: „Die Todesängste waren weg, die Weinkrämpfe haben aufgehört.“ Kerner kam langsam zu Kräften, konnte wieder normal arbeiten und empfand nach langer Zeit zum ersten Mal Glück.

Der Vorfall veränderte das Verhältnis zu seinem Job

Mittlerweile achtet er bewusster auf sich selbst und seinen Körper. „Ich esse sehr gesund, mache viel Sport und mein Mindset hat sich komplett gedreht“, erzählt der Designer. Und auch sein Verhältnis zur Arbeit hätte sich verändert. Seine Leidenschaft für die Mode sei ungebrochen, doch inzwischen weiß Kerner, dass sein Leben nicht ausschließlich aus seinem Beruf bestehen darf: „Ich habe kapiert, dass es auch einen Kilian außerhalb der Mode gibt. Und dass der genauso wichtig ist.“

Ganz verschwunden sind die Erinnerungen an die schwierige Zeit jedoch nicht. „Natürlich gab es ab und zu auch mal kurze Momente, in denen wieder etwas von dem hochkam, was in den letzten Monaten passiert ist“, sagt Kerner. Doch diese bestimmen ihn nicht mehr. Heute kann er sagen: „Mir geht es wieder sehr gut.“ Die vergangenen Monate hätten sein Leben verändert und ihn stärker gemacht: „Es war das härteste Jahr meines Lebens, aber am Ende hat es auch Gutes hervorgebracht.“

Kilian Kerner zieht nach Los Angeles: „Ich will mich frei fühlen“

Nach der Paris Fashion Week steht für den Star-Designer im Oktober nun der nächste große Schritt an: der lang ersehnte Umzug nach Los Angeles – zunächst einmal für ein halbes Jahr. Auch dieser Entschluss ist eng mit den Erfahrungen der vergangenen Monate verbunden. Denn nach der langen Zeit voller Schmerzen spürte Kerner, dass er seine Wahlheimat Berlin vorerst verlassen musste: „Das Gefühl, dass sich etwas verändern musste an der Situation, in der ich mich befunden habe, hat mich weggezogen.“

Beruflich hat er für dieses neue Kapitel bereits erste Pläne, doch privat möchte er sich treiben lassen. „Ich will mich einfach frei fühlen“, verrät der Designer. Auch wenn seine Familie und Freunde ihm fehlen werden, sieht er der kommenden Zeit voller Spannung entgegen: „Gerade überwiegt einfach die Vorfreude auf das Neue.“

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