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Hässlich, aber gut? So will der HSV in Hoffenheim punkten

Sport

Die Aufgabe ist größer, als es die Tabellen-Konstellation vermuten lässt. Auch wenn der HSV und Hoffenheim nach vier Spieltagen punktgleich sind (jeweils drei Zähler), hängen die Trauben in Sinsheim hoch. Als Außenseiter treten die Hamburger an diesem Samstag (15.30 Uhr, Liveticker auf mopo.de) beim Europa-League-Starter an und wollen dem Favoriten trotzen. Ohnehin dürfte es eine Partie werden, wie es sie seit der Bundesliga-Rückkehr des HSV im Sommer 2025 noch nicht gegeben hat.

Noch hoffen sie in Hoffenheim, im Laufe der Begegnung am Samstag ein ausverkauftes Stadion vermelden zu können. Doch daraus wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nichts. Zwar wollen etwa 10.000 HSV-Fans ihr Team in den Kraichgau begleiten, die saftigen Ticketpreise von bis zu 90 Euro aber verhindern einen noch größeren Ansturm. Auch am Freitag waren noch mehr als 1500 Tickets für die Begegnung in der 30.150 Zuschauer fassenden Arena zu haben. Eine Zahl, die sich in den vergangenen Tagen kaum verringert hat.

Die letzten 49 Pflichtspiele des HSV waren ausverkauft

Damit ist nahezu klar, dass der HSV erstmals seit März 2025 nicht in einem ausverkauften Stadion antreten wird. 49 Pflichtspiele in Folge hielt die Serie der komplett gefüllten Tribünen. An diesem Samstag dürfte sie reißen.

Stattdessen planen die Profis von Trainer Merlin Polzin, für eine Schlagzeile zu sorgen, die letztlich ohnehin deutlich wichtiger wäre. Nach zwei Auswärts-Pleiten dieser Saison in Dortmund (0:2) und Leipzig (0:5) wollen die Hamburger auch in der Fremde punkten und sich etwas Luft im Tabellenkeller verschaffen. Das passende Rezept dafür scheint Polzin zu kennen: Der HSV will den spielfreudigen Gastgebern die Lust nehmen.

Gegen zwei Klubs blieb der HSV seit seiner Bundesliga-Rückkehr punktlos

„Es ist eine große Herausforderung für uns“, sagt der Coach vor dem Duell und erinnert sich: „Wir haben in der Vorsaison gegen zwei Mannschaften null Punkte geholt. Hoffenheim war eine davon.“ Nach dem 1:4 auswärts ging auch das Rückspiel 1:2 verloren. Übrigens: Der andere Klub, gegen den der HSV nichts holte, war Leipzig (1:2/1:2). Eine Serie, die sich durch das 0:5 bei RB kürzlich fortsetzte. Die mit Hoffenheim soll nun beendet werden.

Polzin erinnert sich noch genau an das 1:4 vor fast einem Jahr. „Uns wurden klar die Grenzen aufgezeigt, was alle Bereiche angeht, um ein Spiel erfolgreich zu gestalten“, stellt er fest. „Von der Klarheit und Konsequenz, wie sie aufgetreten sind, war es ein großer Unterschied.“ Vor dem Wiedersehen ahnt der HSV-Trainer: „Wenn wir es nicht schaffen, ihren Rhythmus zu brechen, unangenehm zu sein und dafür zu sorgen, dass es kein normales Spiel wird, wird es sehr schwer für uns.“

Nur Schalke und Augsburg sind seltener am Ball als der HSV

Zu erwarten ist, dass der HSV mit Intensität und Härte ans Werk gehen wird, um der TSG den Spaß am Spiel zu rauben. Denn wehe, die Gastgeber kommen in Schwung: Mit einem prozentualen Ballbesitz von 53 Prozent rangiert Hoffenheim auf Rang fünf der Liga und schließt an seine erfolgreiche Vorsaison an, als es mit 52 Prozent ebenfalls im ersten Liga-Drittel stand (Platz sechs). Zum Vergleich: Der HSV liegt aktuell bei 42 Prozent. Nur Augsburg (41) und Schalke (38) sind noch weniger am Ball.

Findet der HSV in Hoffenheim den Schlüssel zum Erfolg? „Das ist eine Mannschaft, die unfassbar intensiv presst“, sagt Polzin. „Es wird sehr unangenehm, wenn man es ihnen ermöglicht, in diese Momente reinzukommen. Das müssen wir verhindern. Und um eine Chance zu haben, vielleicht ein Stück weit anders auftreten, als wie wir uns den optimalen HSV-Fußball vorstellen.“

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