Hat das Power Law den Boden des Bitcoin-Bärenmarkts vorhergesagt?
Die Anhänger des Modells betrachten den bekannten Kanal ohnehin nicht als harte Grenze, die der Bitcoin-Preis niemals unter- oder überschreiten darf. Vielmehr geht es um den langfristigen Log-Log-Trend, um den herum der BTC-Kurs stark schwanken kann.
Abweichungen von diesem Trend seien laut Giovanni Santostasi und Stephen Perrenod „quasi-periodisch“ und würden zum Mittelwert zurückkehren.
Entscheidend wäre nach den Kriterien der Autoren letztlich nicht bereits ein kurzfristiger Ausbruch aus dem Trendkanal, sondern eine deutlich tiefere und länger anhaltende Abweichung.
Wenn der Preis mehr als 3 Standardabweichungen unter den Power-Law-Fit fällt – derzeit unter etwa 10.000 US-Dollar im Jahr 2025 – und dort länger als ein Jahr bleibt, stellt dies einen Hinweis darauf dar, dass die Adoptionsdynamik einen strukturellen Wandel erfahren hat.
Aus dem Paper
Die genannte Schwelle von rund 10.000 US-Dollar bezieht sich ausdrücklich auf das Jahr 2025 und liegt jetzt entsprechend höher.
Das heißt: Nach der Definition der Autoren wäre das Power Law selbst durch einen nachhaltigeren Rutsch noch lange nicht automatisch widerlegt.
Die Support- und Widerstandslinien in den Darstellungen sind ohnehin keine eigenständigen Prognosen, sondern wurden anhand der historischen Tief- und Höchststände um den eigentlichen Regressionsfit gelegt.