Hausdurchsuchung bei Tatverdächtigem nach Fund von Kameras auf Frauentoilette
Nach dem Fund versteckter Kameras auf Frauentoiletten an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) in Berlin-Lichtenberg, hat die Berliner Polizei am Mittwochmorgen die Wohnung eines Tatverdächtigen in Treptow durchsucht.
Ein 66-jähriger Mann werde verdächtigt, heimlich Videoaufnahmen angefertigt zu haben, heißt es in einer Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft. Der Tatverdächtige soll demnach bei einem Unternehmen im Haus tätig sein, aber nicht bei der Hochschule selbst, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf Nachfrage mitteilte.
Sichergestellte Beweismittel, unter denen auch mobile Datenträger sein sollen, würden nun untersucht, heißt es. Der Tatverdächtige wurde nach einer Vernehmung wieder entlassen.
Eine der Kameras auf den Frauentoiletten am Lichtenberger Campus der HWR war im Juni von Studentinnen entdeckt worden. Bei Durchsuchungen fand die Polizei eine zweite Kamera. Diese waren in den Häusern 1 und 5 mit Klettband unter Hygienebeutelspendern befestigt gewesen. Die Toiletten waren öffentlich zugänglich.
Die Kameras sollen nicht in der Lage gewesen sein, Bilder in Echtzeit zu übertragen. Um an die Aufnahmen zu kommen, hätte der mutmaßliche Täter sie also abnehmen müssen. Ob und wie oft das geschehen ist, war zunächst noch unklar.