Hausdurchsuchung in Hannover: Razzia bei SPD-Kollegen führt zu Krach!
Hannover – Der Ermittlungskomplex um den Berliner SPD-Fraktionschef Steffen Krach (47) wächst! In Hannover wurde das Wohnhaus des ehemaligen SPD-Fraktionschefs aus Niedersachsen, Stefan Politze (61), durchsucht. Dabei stellten die Ermittler elektronische Geräte und schriftliche Unterlagen sicher. Das teilte die Staatsanwaltschaft Hannover mit.
Politze sei bei der Durchsuchung kooperativ gewesen. Gegen ihn laufen seit Anfang Oktober Ermittlungen. Welche konkreten Vorwürfe erhoben werden, nennt die Staatsanwaltschaft bislang nicht.
Ermittlungen im Zusammenhang mit Steffen Krach
Bereits nach Bekanntwerden der Ermittlungen hatte Politze erklärt, er habe nichts zu verbergen und wolle mit den Ermittlern zusammenarbeiten. Nach Angaben seines Anwalts gibt es eine Verbindung der Ermittlungen mit dem ehemaligen Hannoveraner Regionspräsidenten Steffen Krach.
Krach ist inzwischen Fraktionsvorsitzender der SPD im Berliner Abgeordnetenhaus. Gegen ihn wird unter anderem wegen eines Anfangsverdachts auf Vorteilsannahme in zwei Fällen ermittelt. In einem weiteren Fall geht es um mögliche wettbewerbsbeschränkende Absprachen bei Ausschreibungen in Tateinheit mit einer Verletzung von Geschäftsgeheimnissen und einer Verletzung einer Geheimhaltungspflicht.
Verfahren könnten denselben Komplex betreffen
Medienberichten zufolge sollen die Verfahren zu demselben Ermittlungskomplex gehören. Dabei geht es um die Ausschreibung eines Klinikgeländes in Lehrte bei Hannover . Offiziell bestätigt ist dieser Zusammenhang nicht.
Wegen des Klinikgeländes wird zudem gegen den Vorsitzenden der SPD Hannover und Bundestagsabgeordneten Adis Ahmetovic ermittelt.