Hauseigene IT-Dienstleister bleiben auf Wachstumskurs
Trotz Konjunkturkrise halten die führenden konzerneigenen IT-Dienstleister ihren Wachstumskurs. Die Umsätze der IT-Tochtergesellschaften, die 90 Prozent ihrer Umsätze innerhalb einer Organisation verdienen, wuchsen 2025 im Schnitt noch einmal um neun Prozent – nach rund zehn Prozent im Vorjahr. Für den wachsenden internen Geldfluss sorgten demnach vornehmlich Aufgaben wie die Modernisierung der IT-Landschaften, der Cyber-Sicherheit-Ausbau, die verstärkte Prozessautomatisierung und Digitalisierung sowie erste KI-Projekte. Weiterlesen nach der Anzeige Die hauseigenen Dienstleister wuchsen demnach dreimal so schnell wie ihre externen Konkurrenten, deren Geschäftsentwicklung deutlich von der eingetrübten Konjunktur belastet war. Zu diesem Ergebnis kommt die Beratungsfirma Lünendonk & Hossenfelder in einer aktuellen Auswertung, die Teil der breiter angelegten Studie zum hiesigen Markt für IT-Dienstleistungen ist. Die Studie ist kostenfrei zum Download verfügbar. Allianz Technology führt an Wie bereits im Vorjahr führen drei IT-Töchter von Finanzunternehmen die Liste der zehn führenden internen Dienstleister an. An der Spitze steht Allianz Technology mit einem geschätzten Umsatz von 3,3 Milliarden Euro (plus 4,7 Prozent). Den zweiten Rang belegt der IT-Dienstleister der Sparkassen – die Finanz Informatik – mit knapp 2,7 Milliarden Euro (plus 4,6 Prozent). Den dritten Platz bekleidet wieder Atruvia. Die Tochter der Volksbanken Raiffeisenbanken steigerte den Umsatz im vergangenen Jahr um knapp 13 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Das IT-Systemhaus der Bundeswehr profitiert weiterhin vom deutlichen Anstieg des Verteidigungshaushalts und erzielte wie schon im Vorjahr ein Plus von etwa 16 Prozent auf knapp 2,3 Milliarden Euro. Fünftgrößter Dienstleister im Ranking ist E.ON Digital Technology mit einem Umsatz von knapp 1,2 Milliarden Euro (plus 1,1 Prozent). Die Deutsche Post IT Services, ERGO Technology & Services Management, Bitmarck, dmTech und Salzgitter Digital Solutions komplettieren die Liste. Dabei weist Bitmarck, größter IT-Dienstleister der gesetzlichen Krankenversicherungen, mit 21,6 Prozent auf 535 Millionen Euro den höchsten Zuwachs auf. In Summe erwirtschafteten die zehn IT-Dienstleister somit einen Umsatz von rund 14,7 Milliarden Euro (plus fünf Prozent). Zu beachten ist allerdings, dass die Lünendonk-Analysten für das Ranking keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Es besitzt vielmehr den Charakter einer Stichprobe. Juristische Personen und Anstalten des öffentlichen Rechts werden beispielsweise von vornherein nicht berücksichtigt. Insbesondere fehlen schlichtweg einige Angaben interner IT-Dienstleister von DAX-40-Unternehmen und anderer Konzerne, sodass sich selbst eine valide Schätzung nicht durchführen lässt. Auffällig ist dies insbesondere hinsichtlich der Deutschen Bahn beziehungsweise DB Systel. Der interne Bahn-Dienstleister, der vor einem massiven Personalabbau stehen soll und über dessen Zerschlagung zwischenzeitlich heftig spekuliert wurde, hatte in der Vorjahresliste mit einem geschätzten Umsatz von 1,5 Milliarden Euro noch auf Rang 5 gestanden. Weiterlesen nach der Anzeige