DAX +0,15 % 25.410,84 Pkt 18:00:00 MDAX +0,67 % 30.287,68 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,79 % 6.116,23 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,96 % 52.361,58 Pkt 21:43:41 S&P 500 +0,17 % 7.676,77 Pkt 21:43:43 Nasdaq +0,62 % 26.169,38 Pkt 22:15:59 Nikkei +1,83 % 63.326,45 Pkt 03:27:10 Gold -0,23 % 4.029,10 USD 03:32:13 Silber -0,90 % 53,85 USD 03:32:10 Brent -0,95 % 109,69 USD 03:30:16 WTI -0,79 % 100,96 USD 03:32:11 Bitcoin -0,26 % 79.803,77 USD 03:42:00 EUR/USD -0,37 % 1,11760 USD 03:41:43 EUR/GBP -0,14 % 0,83730 GBP 03:42:14 EUR/CHF +0,06 % 0,92470 CHF 03:42:15 EUR/JPY +0,14 % 176,157 JPY 03:42:15

Häuser sollen besser gegen Naturgefahren versichert werden

Nation

Die Bundesregierung plant einen besseren Versicherungsschutz für Wohngebäude. Nach dem Willen von Finanzminister Lars Klingbeil und Justizministerin Stefanie Hubig sollen alle Wohnhäuser zumindest teilweise gegen die Folgen von Überschwemmungen oder Erdrutschen versichert werden. Für einen entsprechenden Gesetzentwurf legten die beiden Ministerien Eckpunkte vor. Das Papier liegt auch der Nachrichtenagentur dpa vor. Zuerst hatte der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet.

Das Papier sieht vor, dass neu abgeschlossene Versicherungen für Wohngebäude künftig standardmäßig auch weitere Naturgefahren - wie Hochwasser oder Erdbeben - abdecken. Den Eckpunkten zufolge müssten Eigentümerinnen und Eigentümer im Schadensfall für höchstens 20.000 Euro selbst aufkommen. Bereits bestehende Versicherungen für Gebäude sollen dem Vorhaben nach erweitert werden können.

"Fachleute erwarten, dass Extremwetter durch den Klimawandel noch häufiger für große Schäden an Häusern sorgen werden. Wir brauchen deshalb einen flächendeckenden Versicherungsschutz für Elementarschäden", sagte Hubig dem Kölner Stadt-Anzeiger. Zugleich müsse der Schutz für Eigentümer und Mieter bezahlbar bleiben, so die Ministerin.

Prävention bleibt zentral

Bisher ist eine Absicherung gegen sogenannte Elementarschäden an Gebäuden oder Hausrat durch bestimmte Naturgefahren wie Hochwasser, Starkregen oder Erdbeben nicht abgesichert. Sie müssen stattdessen über einen zusätzlichen Versicherungsbaustein, die sogenannte Elementarversicherung, laufen.

"Es ist richtig, dafür zu sorgen, dass mehr Gebäude gegen Naturgefahren versichert sind", sagte Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Eine Pflichtversicherung verhindere aber keinen einzigen Schaden. "Damit Elementarschutz auch in 20 Jahren noch bezahlbar bleibt, brauchen wir deshalb gleichzeitig verbindliche Prävention und eine staatliche Rückversicherung für extreme Naturkatastrophen, wie sie der Koalitionsvertrag ausdrücklich vorsieht."

Viele Häuser nicht gegen Elementarschäden versichert

Zwar sind 98 Prozent aller Wohngebäude in Deutschland gegen Feuer, Sturm oder Hagel versichert, aber nur 59 Prozent auch gegen Ereignisse wie Überschwemmungen oder Erdrutsche, die wegen des menschengemachten Klimawandels häufiger auftreten dürften als bisher. Im Schnitt verursachen sie in Deutschland nach Angaben des Versicherer-Verbandes GDV Schäden von rund zwei Milliarden Euro pro Jahr.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren