Heftige Explosion bei Großbrand im Nationalpark - jetzt helfen sogar Hubschrauber der Bundeswehr
Von dem Großbrand im Müritz-Nationalpark ist nach Angaben der Verantwortlichen vor Ort von Donnerstagvormittag mittlerweile eine Fläche von etwa 320 Hektar betroffen. Aktuell seien 375 Kräfte im Einsatz, bei denen es sich fast ausschließlich um Ehrenamtler handelt, wie es heißt. Aufnahmen der Löscharbeiten und Hintergründe zum Brand gibt es oben im Video. Auch Hubschrauber müssen Sicherheitsabstand einhalten Zudem habe es am frühen Donnerstagmorgen eine schwere Detonation auf dem betroffenen Gebiet, ein ehemaliger Truppenübungsplatz, gegeben. Es wird vermutet, dass mehrere Teile von Altmunition explodiert sein könnten. Die folgende Karte zeigt, wie sich Brand und Rauchwolken nach Angaben aus der Nina-Warnapp ausbreiten. Die Explosiongefahr von im Boden lagernder Altmunition erschwert die Löscharbeiten der Feuerwehr erheblich, da Einsatzkräfte nicht nah genug an den Brand herankommen. MV-Umweltminister Till Backhaus (SPD) teilte vor Ort mit, es seien drei Hubschrauber der Bundeswehr angefordert worden, die den Löscheinsatz unterstützen sollen. Die größeren Hubschrauber können demnach 5000 Liter Wasser aufnehmen. Aus Sicherheitsgründen sollen die Maschinen im Einsatz einen Abstand von 1000 Metern zu den Flammen einhalten. Backhaus erklärte angesichts der erschwerten Löscharbeiten, er werde beim Bund zusätzliche Mittel zur Munitionsbergung einfordern. Die integrierte Leitstelle des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte fordert angesichts der Hubschraubereinsätze eine Räumung: „Sämtliche Seen im Umkreis der Brandstelle Müritz Nationalpark müssen wegen der möglichen Betankung mit Löschwasser der Hubschrauber beräumt werden! Sämtliche Personen und Material, Boote, Kanus, usw. haben sofort die Gewässer zu verlassen“, teilt die Behörde mit.