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Hegseth lässt wichtige Nato-Staaten bei Strategietreffen außen vor

Welt

Umstrittene Einladungspolitik

Hegseths Gästeliste spaltet die Nato

Von t-online, afp, reuters

01.10.2026 - 09:44 UhrLesedauer: 2 Min.

Die US-Regierung von Donald Trump verärgert die Nato-Staaten erneut. Wichtige Mitglieder der Allianz bleiben bei einem Strategietreffen außen vor.

Es ist wie auf jeder guten Party. Wer wird eingeladen und wer nicht? Diese Frage beschäftigt in diesen angespannten Tagen steter russischer Provokationen auch die Nato. Die Einladungspolitik von US-Verteidigungsminister droht das Bündnis zu spalten. Das Pentagon hat entscheidende Nato-Staaten nicht zu einem Strategietreffen gebeten, das im folgenden Monat in Polen geplant ist.

"Wenn sie versuchen, die Nato in die Guten und die Schlechten zu spalten, ist das für die USA gefährlich", sagt der Vertreter eines Mitgliedstaats dem Portal "Politico".

Konkret geht es um Frankreich, Großbritannien und die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen, die nicht auf der US-Einladungsliste stehen. Deutschland, Finnland, Schweden, Norwegen, Polen und die Niederlande wurden hingegen zu der Runde gebeten. Dänemark könnte noch folgen, nachdem sich die US-Regierung zuletzt mit dem Land im Streit um Grönland verständigt hat. Von einer "Liste der Braven und Unartigen" ist in Diplomatenkreisen die Rede.

Auch eine Check-Liste der Verlässlichkeit kursiert

Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hatte die Verbündeten in Europa in zuvor verärgert. So verschickte das Pentagon im Vormonat eine Fragenliste, die einzelne Unterstützerkriterien der Nato-Staaten abfragt. Im Zentrum stehe dabei die Haltung zu der von Pentagon-Chef Hegseth ausgegebenen Devise von einer "starken, klaren, transparenten" US-Außenpolitik. Trumps Verteidigungsminister hatte im Frühsommer in einer Rede zur Bündnispolitik der USA erklärt: "Unser Fokus ist stark, klar und transparent – stark, klar, transparent. Klar in Bezug auf unsere Absichten, unsere Prioritäten und unsere Fähigkeit, die Ziele der Regierung zu verwirklichen."

Nun folgt eine Zwei-Klassen-Einteilung nach Einladungsliste. Dabei zählen Großbritannien und die baltischen Staaten zu den engsten Verbündeten der USA im Angriffskrieg des russischen Staatschefs Wladimir Putin gegen die Ukraine. Zuletzt hatte Litauen den USA sogar angeboten, Geld für eine dauerhafte Präsenz von US-Truppen zu zahlen.

Trump steht den hohen US-Ausgaben für die Nato kritisch gegenüber und mahnt einen höheren Beitrag der europäischen Nato-Länder an. So wurde im Vorjahr auf dem Nato-Gipfel in Den Haag vereinbart, die Verteidigungsleistungen auf 5 Prozent der jährlichen Wirtschaftskraft zu erhöhen.

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