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Heimsieg gegen Köln: Ebnoutalib lässt Eintracht Frankfurt aufatmen

Sport

Eintracht-Trainer Adi Hütter hatte 069-Mentalität gefordert – und ausgerechnet 069-Stürmer Younes Ebnoutalib lieferte. Mit 1:0 (0:0) setzten sich die Hessen am Freitag gegen den 1. FC Köln dank des Treffers des gebürtigen Frankfurters durch. In einem zähen Spiel belohnte der Angreifer die Gastgeber in der 77. Minute für eine Leistungssteigerung im zweiten Durchgang. Nach Schlusspfiff: kollektives Aufatmen im weiten Rund nach einer schwierigen Woche. In der Tabelle rücken die Hausherren ins Mittelfeld vor.

Denkzettel für Uzun

Eine Stunde vor dem Anpfiff hatte Hütter mit der Bekanntgabe der Aufstellung die unter der Woche drängenden Fragen beantwortet: So kehrte der Eintracht-Trainer nach dem Leipzig-Debakel zur Viererkette zurück, setzte stattdessen auf einen Doppelsturm bestehend aus Younes Ebnoutalib und Jonathan Burkardt.

Die größere Nachricht im Vorfeld des Spiels war freilich, dass Can Uzun erstmals in dieser Saison draußen blieb - und das dann auch 90 Minuten lang. Ein deutlicher Denkzettel. Anstelle des zu oft zu pomadigen Jungstars startete Farès Chaibi und machte es ordentlich. Im zentralen Mittelfeld ersetzte Mario Götze zudem Noel Aseko, der später dennoch mit entscheidend werden sollte. Kurzum: Hütter setzte mit seiner Startelf durchaus ein Statement.

Magerkost in Hälfte eins

Das Ziel aber war klar: Der Zweifach-Angriff und die laufstarken Spielmacher dahinter (Chaibi/Ritsu Doan) sollten die Kölner Defensivspieler tief in deren Hälfte anlaufen und damit zu langen Bällen zwingen. Allerdings: Bereits nach 40 Sekunden hüpfte SGE-Verteidiger Nnamdi Collins, ohnehin sehr fahrig unterwegs, ein erstes Mal unter solch einem hindurch. FC-Stürmer Marius Bülter schloss zu ungefährlich ab (1.).

Fortan war die Eintracht zwar kämpferisch drin im Spiel, fußballerisch aber hatte sie in Hälfte eins viel Luft nach oben. Die Eintracht wollte, sie marschierte, die Angriffe aber blieben Stückwerk. Einzig zwei Halbchancen von Chaibi sprangen heraus (9., 22.). Die beste Möglichkeit des ersten Abschnitts vergab Kölns Bülter, der an Eintracht-Torwart Noah Atubolu scheiterte (32.).

Der FC spielte zwar ebenfalls nicht gut, aber doch etwas besser. Immerhin aus hessischer Sicht: Zur Pause stand hinten die Null, die Rückwärtsbewegung stimmte, auch der viel thematisierte Kapitän Robin Koch zeigte eine stabile Abwehrleistung.

Ebnoutalib ins kurze Eck

Aus der Kabine kamen die Frankfurter mit mehr Zug. Sie schnürten die Gäste nun auch mal an oder in deren Sechzehner ein, probierten es immer wieder mit in die Mitte geflankten Bällen. Ebnoutalib rutsche der Ball in guter Position über die Stirn (49.), auch Lilian Brassier (55.) und Chaibi (59.) scheiterten per Kopf.

Ohne ein Offensivfeuerwerk abzubrennen, drückten die Frankfurter dennoch auf den Führungstreffer - und wurden belohnt. Ebnoutalib leitete das Tor selbst ein, startete durch und wurde mit einem überragenden Pass des eingewechselten Asekos perfekt bedient. Der Angreifer versenkte den Ball aus schwieriger Position im kurzen Eck (77.) - bereits der fünfte Saisontreffer von Ebnoutalib. An diesem Abend auch der entscheidende.

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