Heino sucht nach 60 Jahren die Versöhnung mit Freddy Quinn
Jahrzehntelang galten Heino und Freddy Quinn als musikalische Rivalen. Nun ging Heino zum 95. Geburtstag des Musikers einen überraschenden Schritt und gratulierte ihm mit einem persönlichen Brief zum Jahrestag.
Damit dürfte Freddy Quinn zu seinem 95. Geburtstag nicht gerechnet haben: Heino hat sich mit einem persönlichen Brief bei seinem Kollegen gemeldet. Dabei galten die beiden Musiker lange Zeit eher als Konkurrenten als Freunde.
"Zu deinem 95. Geburtstag wünsche ich dir von Herzen alles erdenklich Gute, vor allem Gesundheit und viele schöne und erfüllte Momente", heißt es in dem Brief, den Heino auf Instagram postete. Jemand, der wie Quinn auf ein langes Leben und "so eine außergewöhnliche Karriere" zurückblicken könne, verdiene "vor allem eines: große Hochachtung und Respekt".
Heino und Freddy Quinn als alte Konkurrenten
Quinn gehörte lange zu den erfolgreichsten Sängern Deutschlands, insbesondere mit seinen Liedern über Seefahrt und Fernweh. Als Heino in den 1960er-Jahren ebenfalls mit Seemannsliedern erfolgreich wurde und Quinn an Popularität überholte, entstand eine Konkurrenzsituation.
Heino erklärte gegenüber "Bild" zu ihrem Verhältnis: "Freddy war nicht besonders glücklich darüber, dass ich zu Beginn meiner Karriere wie er auch Seemannslieder sang und damit Erfolg hatte. Freddy war am Höhepunkt seiner Karriere und dann kam plötzlich einer, der auch schön sang und ein Stück vom Kuchen haben wollte", sagte der 87‑Jährige.
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Mittlerweile blickt er offenbar gelassener auf die Vergangenheit: In seinem Geburtstagsbrief an Quinn betonte er die Gemeinsamkeiten der beiden Sänger: "Mit den Jahren wird vieles, was einmal wichtig war oder einem so erschienen ist, kleiner und das Verbindende größer. Uns verbinden die Musik, die Bühne und die Liebe und Treue eines Publikums, das uns über Generationen begleitet hat."
Freddy Quinn freut sich über Heinos Worte
Freddy Quinn reagierte überrascht, aber dennoch positiv auf die Kontaktaufnahme. "Eine Geburtstagskarte von Heino? Wer hätte das gedacht!", sagte er gegenüber "Bild". Gleichzeitig stellte der Musiker klar, dass er selbst die angebliche Feindschaft nie so empfunden habe: "Ich hatte nie ein Problem mit ihm. Es wurde immer viel geschrieben."
Und so fand auch Quinn anerkennende Worte für Heino: "Respekt für seine Lebensleistung. Ich finde das eine tolle Geste von ihm." © 1&1 Mail & Media/teleschau