Heinz Hoenig: Er spricht über seine Angst vor einem frühen Tod
"Ich möchte meine Anni nicht allein lassen"
Heinz Hoenig über seine Angst vor einem frühen Tod
Von t-online, dra
24.09.2026 - 07:45 UhrLesedauer: 2 Min.
Vor gut einem Jahr kämpfte Heinz Hoenig um sein Leben. Nun feiert der Schauspieler seinen 75. Geburtstag und findet dafür deutliche Worte.
75 Kerzen auf der Torte – und das Bewusstsein, dass es auch anders hätte kommen können. Im Frühjahr 2024 lag Heinz Hoenig nach einer schweren bakteriellen Infektion im künstlichen Koma, seine Speiseröhre musste entfernt werden. 143 Tage verbrachte er im Krankenhaus. Dass er am 24. September nun 75 wird, ist für ihn keine Selbstverständlichkeit: "Ich habe so oft am Abgrund gestanden und durfte immer wieder zurückkommen", sagt er im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung
Hoenig beschreibt, wie sich sein Blick auf das Leben geändert hat: "Früher war Älterwerden eben Älterwerden. Heute bedeutet es für mich, dass ich noch leben darf. Und dafür bin ich dankbar. Das macht mich schon demütig."
"Ich möchte meine Jungs aufwachsen sehen"
Den Tod beschreibt der Schauspieler nicht als abstrakten Gedanken. "Ich habe Ehrfurcht vor dem Tod und Angst davor, zu früh gehen zu müssen. Meine Jungs sind noch klein, ich will noch lange ihr Papa sein. Und meine Anni möchte ich auch nicht allein lassen." Sein größtes Geburtstagsgeschenk lasse sich deshalb nicht einpacken: "Dass ich noch lange hierbleiben darf. Ich möchte meine Jungs aufwachsen sehen und noch viele Jahre mit meiner Frau haben. Das wäre für mich das größte Geschenk."
Kurz vor seinem 75. Geburtstag hatten ihn noch einmal akute Gesundheitssorgen eingeholt: Hoenig fühlte sich unwohl und wurde mit einem Rettungshubschrauber in die Uniklinik Magdeburg geflogen. Nach einer Nacht auf der Intensivstation und weiteren Untersuchungen gaben die Ärzte Entwarnung. Inzwischen ist er wieder zu Hause bei seiner Frau Annika Kärsten-Hoenig und den gemeinsamen Söhnen Juliano und Jianni.