Heiße Beats und kühlende Brisen beim Kalkbrenner-Konzert in Hamburg
Zwischen Hitze und Lärmschutz: So war das Kalkbrenner-Konzert Stand: 29.06.2026 14:14 Uhr DJ Paul Kalkbrenner hat auf dem Heiligengeistfeld ein ausverkauftes Open-Air-Konzert gespielt. Im Vorfeld gab es durch möglicherweise störende Lärmbelästigung regen Austausch zwischen Stadt und Veranstalter. von Britta Johns Regen gab es auf dem Heiligengeistfeld schon am frühen Abend - mit Sprühkanonen. Paul Kalkbrenner hat bei seinem Hitzekonzert vorgesorgt. Der Einlass wurde zeitlich verschoben, der Voract abgesagt und es gab Sonnencreme, Sprühnebel und Wasser für alle - etwa drei Liter pro Person hatte der Veranstalter bereitgestellt. Rund 20.000 Raver sind bei tropischen Temeraturen neben dem Millerntor-Stadion zum Gig von Paul Kalkbrenner zusammengekommen. Nicht nur die Hitze war eine Herausforderung für die Veranstalter. Für Hamburg war es das erste Grosskonzert auf dem Heiligengeistfeld - und schon die Genehmigung dafür wurde lange bei den Behörden diskutiert. Viele offene Fragen vor dem Konzert "Konzerte dieser Art und Größenordnung gab es hier im Bezirk in den vergangenen Jahren nicht. Deswegen gab es gerade am Anfang des Genehmigungsverfahrens noch viele Fragen rund um das Thema Lärmschutz", erklärt Elsa Scholz, die Pressesprecherin der Bezirksamtes Hamburg-Mitte. Kalkbrenner ist dafür bekannt, dass seine Events an neuen oder ungewöhnlichen Orten stattfinden. Die Auflagen der Behörde wurden angenommen und über Monate ein spezielles Soundkonzept erarbeitet, wie Eventmanager Raymond Oberst des Veranstalters AC2B erklärt. "Unter anderem besteht das Soundkonzept aus einer Wand aus doppelstöckigen Überseecontainer, die den Schall absorbieren sollen. Der Schall wird auch gezielt auf das Publikum gelenkt, um eben nicht in die Breite zu schallen und die Emissionswerte einhalten zu können." Auswertung des Konzepts soll Impulse für künftige Veranstaltung geben Damit könnte die Veranstaltung sogar eine Vorreiterrolle für künftige Konzerte spielen. "Im Anschluss daran sollen verschiedene Aspekte ausgewertet werden. Wie gut hat das Lärmkonzept geklappt? Hat die An- und Abreise gut funktioniert? Wie war die Müllentsorgung?"Anhand dieses Konzertes sollen Vergleichswerte geschaffen werden, an die man beim nächsten anknüpfen kann, so Elsa Scholz. Ein Testlauf den Anwohner kritisch sehen. Nicht das einzelne Konzert störe, sondern die steigende Zahl dieser Veranstaltungen. Sorgen, die die Fans von Paul Kalkbrenner gestern nicht hatten. Um 22 Uhr war das Event vorbei und das Lärmschutzkonzept ist laut Behörde aufgegangen. Bei den Fans herrschte vor allem Liebe und Gute Laune.