Heizkosten: In dieser Stadt war das Heizen 2025 am teuersten
Hohe Heizkosten
Experte sieht Wärmepumpe als größten Hebel
Aktualisiert am 01.10.2026 - 10:01 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Heizkosten für Mieter liegen 45 Prozent über dem Niveau vor der Energiekrise. Ein aktueller Atlas schlüsselt auf, in welchen Städten und Bundesländern Heizen besonders teuer ist.
Obwohl Mieter sparsam geheizt haben, sind ihre Heizkosten für das Jahr 2025 wieder höher. Das zeigt der aktuelle Techem Atlas für Energie, Wärme und Wasser 2026 (Techem Atlas 2026). Demnach liegen die Heizkosten 45 Prozent über dem Niveau von 2021, dem Jahr vor der Energiekrise. Grund dafür sind dem Energiedienstleister zufolge die kälteren Tage während der Heizperiode und die weiterhin hohen Energiepreise.
Die höchsten Heizkosten
Die Analyse schlüsselt auch auf, in welcher Stadt und welchem Bundesland die Heizkosten pro Quadratmeter Mietwohnung am höchsten waren. Platz 1 unter den Städten belegt Ravensburg mit durchschnittlich 13,34 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Reutlingen mit 13,22 Euro pro Quadratmeter. Sömmerda landet mit 13,10 Euro pro Quadratmeter auf Platz 3.
Städteranking: Die höchsten Heizkosten 2025
Ravensburg 13,34 Euro/Quadratmeter
Reutlingen 13,22 Euro/Quadratmeter
Sömmerda 13,10 Euro/Quadratmeter
Stuttgart 13,03 Euro/Quadratmeter
Freising 12,99 Euro/Quadratmeter
Offenbach 12,99 Euro/Quadratmeter
Hameln 12,97 Euro/Quadratmeter
Bad Nauheim 12,83 Euro/Quadratmeter
München 12,74 Euro/Quadratmeter
Viernheim 12,55 Euro/Quadratmeter
Info
Für das Ranking wurden Städte mit mindestens 110 Abrechnungseinheiten berücksichtigt.
Im Bundeslandranking belegt das Saarland den ersten Platz. Durchschnittlich 14,50 Euro pro Quadratmeter zahlen Mieter hier. Schleswig-Holstein folgt auf Platz 2 mit 12,77 Euro pro Quadratmeter. Auf Platz 3 landet Hessen.
Die niedrigsten Heizkosten
Die niedrigsten Durchschnittsheizkosten verzeichnet Bielefeld. 8,99 Euro sind hier pro Quadratmeter für 2025 fällig geworden. Aber auch in Rheine (9,93 Euro/Quadratmeter) und in Würzburg (9,93 Euro/Quadratmeter) sind die Durchschnittskosten gering.
Städteranking: Die niedrigsten Heizkosten 2025
Bielefeld 8,99 Euro/Quadratmeter
Rheine 9,93 Euro/Quadratmeter
Würzburg 9,93 Euro/Quadratmeter
Gütersloh 10,01 Euro/Quadratmeter
Hannover 10,18 Euro/Quadratmeter
Göttingen 10,29 Euro/Quadratmeter
Berlin 10,34 Euro/Quadratmeter
Köln 10,49 Euro/Quadratmeter
Dortmund 10,55 Euro/Quadratmeter
Erlangen 10,57 Euro/Quadratmeter
Berlin landet im Bundeslandranking auf dem letzten Platz. Die Bundeshauptstadt hat somit die niedrigsten Durchschnittsheizkosten (10,34 Euro/Quadratmeter) – zumindest im Ländervergleich. Im Städtevergleich landet sie auch auf einem der untersten Plätze.
Platz 2 im Bundesland-Ranking geht an Nordrhein-Westfalen (10,69 Euro/Quadratmeter), Platz 3 an Bremen (10,72 Euro/Quadratmeter).
Info
Bei der Wärmeversorgung für Mehrparteienhäuser dominiert Fernwärme mit 52 Prozent. Dahinter folgt Erdgas mit 32 Prozent. Diese beiden Heizarten sind recht teuer, was auch ein Grund für die hohen Heizkosten ist.
Übrigens: Der Heizspiegel der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Demnach sind die Heizkosten über nahezu alle Heizsysteme gestiegen. Für das aktuelle Jahr rechnet die Beratungsgesellschaft mit einem noch höheren Anstieg.
Das sind die Top-Fragen des Tages:
Größter Hebel der Wärmewende
Der Heizverbrauch, die Emissionen und somit die Kosten können laut Techem vor allem durch den Heizungstausch reduziert werden. Eine Wärmepumpe – sowohl im Bestands- als auch im Neubau – sei hierfür die beste Lösung. Bei 40 Prozent der zentral beheizten Mehrfamilienhäuser wäre ein Tausch der fossilen Heizung gegen ein Niedertemperatursystem (Wärmepumpe) auch ohne neue Heizkörper (Radiatoren) möglich, rechnet das Unternehmen vor. Durch den Tausch der Radiatoren erhöht sich der Anteil auf 90 Prozent. Dadurch erreicht die Wärmepumpe eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von durchschnittlich 3,5 – laut Experten ist das ein guter Effizienzwert für Wärmepumpen.
Zur Analyse
Der Techem Atlas beruht auf Daten von rund 94.000 Mehrfamilienhäusern mit etwa 1,1 Millionen Wohnungen. Die Auswertung erscheint jährlich.
Verwendete Quellen
Techem Atlas für Energie, Wärme und Wasser 2026, liegt der Redaktion vor
Heizspiegel 2026, liegt der Redaktion vor
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