DAX +0,15 % 25.410,84 Pkt 18:00:00 MDAX +0,67 % 30.287,68 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,79 % 6.116,23 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,05 % 52.315,32 Pkt 20:06:43 S&P 500 +0,14 % 7.674,54 Pkt 20:06:42 Nasdaq +0,65 % 26.177,32 Pkt 20:06:41 Nikkei -0,80 % 62.189,65 Pkt 07:45:03 Gold +0,49 % 4.027,50 USD 19:56:38 Silber +0,09 % 54,00 USD 19:56:26 Brent -0,62 % 111,01 USD 19:56:31 WTI -1,08 % 102,15 USD 19:56:39 Bitcoin -0,16 % 79.897,05 USD 20:06:38 EUR/USD -0,34 % 1,11830 USD 20:05:44 EUR/GBP +0,06 % 0,83760 GBP 20:06:43 EUR/CHF +0,55 % 0,92510 CHF 20:06:43 EUR/JPY +0,26 % 176,061 JPY 20:06:43

Heizöl nach Gasöl-Rekordhoch kaum günstiger

Wirtschaft

Die Ölpreise geben zum Wochenstart leicht nach, Gasöl bleibt dabei nah an seinem Rekordwert vom Freitag. Im Iran-Krieg stellt US-Präsident Donald Trump eine baldige Entscheidung in Aussicht. In Deutschland wird Heizöl heute nur minimal günstiger, in der Schweiz geben die Preise leicht nach. In Österreich bleiben sie stabil.

Am Freitag waren die Ölpreise bis in den späten Abend gestiegen. Brent kletterte auf den höchsten Stand seit Ende April und schloss 3,55 US-Dollar höher bei 116,72 US-Dollar je Barrel. Gasöl legte sogar um 47,25 US-Dollar zu, erreichte am Abend einen neuen Rekordwert und ging bei 1.492,00 US-Dollar je Tonne aus dem Handel. Seit dem Wochenende geht es wieder etwas abwärts. Die Nordseesorte Brent kostet aktuell 115,19 US-Dollar und damit gut 1,50 US-Dollar weniger als am Freitagabend, die US-Sorte WTI steht bei 101,42 US-Dollar. Gasöl war am Morgen ebenfalls spürbar gefallen, hat sich seitdem aber erholt und liegt mit 1.484,25 US-Dollar je Tonne nur noch knapp acht US-Dollar unter dem Freitagsschluss. Der Euro hält sich bei 1,12 US-Dollar.

Dass Rohöl heute nachgibt, liegt an der vorsichtigen Hoffnung auf eine Entspannung zwischen den USA und dem Iran. Trump sagte in einem Interview mit dem Sender Fox News, er müsse abwägen, ob er den Konflikt mit weiteren Militärschlägen beende oder eine Vereinbarung mit Teheran anstrebe. „Heute wird es keinen Angriff geben“, versicherte er am Sonntag gegenüber Reportern im Weißen Haus. Am selben Tag reisten erneut Unterhändler aus Katar nach Teheran, die abgestimmt mit Washington einen neuen Anlauf für Gespräche nehmen sollen.

Ganz entwarnen kann der Ölmarkt trotzdem nicht. Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen gaben an, am Samstag einen Flughafen und Ölanlagen in Saudi-Arabien angegriffen zu haben. Über das Wochenende ordnete Washington den Abzug weiterer Diplomaten aus dem Nahen Osten an. Für die Zeit nach den Zwischenwahlen in den USA am 3. November stellte Trump neue Angriffe in den Raum, und nach Angaben eines Insiders bereitet sich der Iran auf Vergeltungsschläge vor, die auch Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate treffen könnten.

Gasöl bleibt unterdessen der stärkste Preistreiber. Ware zur Lieferung im November kostet inzwischen gut 56 US-Dollar je Tonne mehr als Dezemberware, und der Abstand ist am Freitag noch gewachsen. Wer kurzfristig Nachschub braucht, zahlt also einen spürbaren Aufschlag. Für zusätzliche Knappheit am Dieselmarkt könnte eine neue Handelsroute sorgen. Nach Angaben des russischen Vizeregierungschefs ist der erste Tanker mit rund 300.000 Barrel russischem Diesel in Richtung USA ausgelaufen. Für die EU bleibt dieser Weg wegen der Sanktionen versperrt, die zusätzliche Nachfrage aus Amerika könnte aber Ware vom Weltmarkt abziehen.

Beim Heizöl kommt vom Rückgang an den Börsen bislang wenig an. Der Liter kostet im Bundesschnitt 1,74 Euro und damit knapp 0,4 Cent weniger als am Vortag. In den meisten Bundesländern geht der Preis leicht zurück, am deutlichsten mit knapp 1,40 Cent im Saarland, wo er am Freitag noch am stärksten gestiegen war. In Hessen, Sachsen-Anhalt und Hamburg wird der Liter dagegen etwas teurer. Im Westen und Süden bleibt die Belieferung über den Rhein vorerst eingeschränkt, denn der Pegel Kaub dürfte laut amtlicher Vorhersage erst bis Donnerstag spürbar steigen. Zwischen Hamburg mit 1,71 Euro und Hessen mit 1,78 Euro liegen gut 7,50 Cent, rund zwanzigmal so viel wie die heutige Bewegung.

In Österreich bleibt der Liter mit 1,84 Euro praktisch unverändert und kostet damit knapp zehn Cent mehr als in Deutschland. In der Schweiz liegt er bei 1,74 Franken, in den meisten Kantonen gibt der Preis leicht nach.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren