DAX +1,15 % 25.704,02 Pkt 18:00:00 MDAX +0,45 % 30.425,40 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,05 % 6.167,81 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,22 % 52.475,10 Pkt 22:18:52 S&P 500 +0,88 % 7.743,98 Pkt 22:18:42 Nasdaq +1,45 % 26.549,85 Pkt 22:15:59 Nikkei +0,28 % 64.131,28 Pkt 03:30:01 Gold -0,52 % 4.053,40 USD 03:38:01 Silber -1,58 % 53,44 USD 03:37:58 Brent -2,91 % 110,57 USD 03:32:34 WTI +1,86 % 101,76 USD 03:37:59 Bitcoin -1,96 % 79.668,63 USD 03:48:02 EUR/USD +0,22 % 1,11540 USD 03:47:46 EUR/GBP +0,07 % 0,83670 GBP 03:48:06 EUR/CHF +0,08 % 0,92300 CHF 03:48:06 EUR/JPY +0,04 % 175,857 JPY 03:48:06

Heizöl-Preise: Pop fordert Entlastung für Haushalte

Wirtschaft

Angesichts drastisch gestiegener Preise für Heizöl hat die Chefin des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv), Ramona Pop, ein stärkeres Gegensteuern der Bundesregierung gefordert. „Kurz vor Beginn der Heizsaison blicken viele Verbraucherinnen und Verbraucher mit großer Sorge auf die Heizölpreise“, sagte Pop unserer Redaktion. „Wer seinen Tank jetzt befüllen muss, zahlt deutlich mehr als noch vor einem Jahr. Für viele Haushalte ist das eine spürbare finanzielle Belastung“, so die oberste Verbraucherschützerin.

Tatsächlich sind die Ölpreise wegen des Kriegs im Nahen Osten seit Monaten auf Höhenflug. Seit Beginn des Jahres ist Rohöl der Sorte Brent um mehr als 60 Prozent teurer geworden, was mittlerweile auch zu einem deutlichen Anstieg der Inflation geführt hat.

Verbraucherzentralen-Chefin Pop mahnte: „Eine warme Wohnung darf kein Luxus werden.“ Sie rief Schwarz-Rot zu zielgerichteten Entlastungen auf. „Die Bundesregierung muss dafür sorgen, dass Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen bei den Energiekosten gezielt entlastet werden.“ Bislang ist das nicht geplant.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) kündigte am Freitag jedoch an, den G7-Beschluss für die Freigabe zusätzlicher Ölreserven zur Stabilisierung der Märkte vollständig umzusetzen. „Diesel und Heizöl sollen den Anfang machen, Rohöl kommt ‌hinzu“, sagte Reiche der Nachrichtenagentur Reuters. Im Wirtschaftsministerium hieß es, dass bis zu 15 Millionen Barrel Öl und Ölprodukte freigegeben ‌werden können. „Wir müssen immer die ‌gesamte Lieferkette ⁠im Blick haben. Verfügbares Rohöl allein reicht nicht“, sagte ‌die CDU-Politikerin. „Es braucht funktionierende Transportwege und Raffinerien, die daraus Diesel, Heizöl ⁠oder Kerosin herstellen. Wir können froh sein über jede Raffinerie, die wir in Deutschland haben. Das ist unser wichtigstes Asset in puncto Versorgungssicherheit“, betonte Reiche.

„Wir werden deshalb bereits am 16. Oktober ‌dem Bundesrat die entsprechende Freigabeverordnung zur Billigung vorlegen.“ Auf Deutschland sei Verlass, man komme den ⁠internationalen Verpflichtungen nach. „Mehr Angebot, mehr Verlässlichkeit, mehr Versorgungssicherheit: Genau das schaffen wir jetzt – für Unternehmen und Verbraucher und für unsere transatlantische Partnerschaft“, sagte die CDU-Politikerin.

Zugleich riet Verbraucherschützerin Pop den Kunden in Deutschland zur Vorsicht beim Heizöl-Einkauf: „Wer jetzt Heizöl bestellt, sollte besonders wachsam sein. Derzeit locken Betrüger mit vermeintlichen Heizöl-Schnäppchen im Internet“, warnte Pop. „Mit dem ,Fakeshop-Finder‘ der Verbraucherzentralen können Verbraucherinnen und Verbraucher kostenlos prüfen, ob ein Anbieter vertrauenswürdig ist.“

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