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Heizölpreise fallen endlich - deutlich: Heizölkunden kaufen Heizöl - vor dem Winter

Wirtschaft

Im Bundesmittel kostet Heizöl heute 161 Euro je 100 Liter und damit fast 4 Euro weniger als am Montag. In der Spitze kostet Heizöl in Deutschland am Dienstag gut 165 Euro in Hessen und 164 in Rheinland-Pfalz. Die „Tiefpreise“ liegen bei 156 Euro in Bremen und 157 Ero Im Hamburg. Im Norden Deutschland ist Heizöl damit deutlich billiger als im Südwesten an der Rheinschiene, wo Niedrigwasser die Transporte erschwert.

Zwischen dem teuersten und dem günstigsten Bundesland liegen aktuell nur 9 Euro je 100 Liter. Die Nachfrage nach Heizöl ist trotz der fallenden Preise verhalten. Viele Heizölkäufer rechne offenbar mit weiteren Preisrückgängen.

Der Preis für Brent-Rohöl gab am Dienstag den dritten Handelstag in Folge nach und näherte sich der Marke von 98 US-Dollar je Barrel, da es Anzeichen für eine Erholung der Rohölexporte aus dem Nahen Osten gibt. Der saudi-arabische Energieminister teilte mit, dass die Öltransporte über die Ost-West-Pipeline ein Volumen von 5,8 Millionen Barrel erreichten, während Reuters berichtete, dass der Transport auf dieser Route nicht unterbrochen worden sei.

Zudem zeigten Berichte, dass die Rohölexporte aus dem Nahen Osten in der letzten Septemberwoche an vier Tagen das Niveau von vor Kriegsbeginn überstiegen. Zusätzlich unter Druck kam der Ölpreis durch die Entscheidung der G7-Staaten vom Freitag, 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl aus Notreserven freizugeben und auf Exportbeschränkungen für Energie zu verzichten. Angesichts des verbesserten Angebots senkte Saudi-Arabien zudem die Preise für seine wichtigste Rohölsorte für asiatische Abnehmer – ein weiteres Indiz für eine Entspannung am Markt.

Die Ukraine greift jedoch weiter gezielt russische Ölanlagen an. Nach Darstellung des ukrainischen Verteidigungsministeriums liegt inzwischen gut die Hälfte der russischen Verarbeitungskapazität für Rohöl still. Die Gasölpreise (Vorprodukt Diesel und Heizöl) fallen heute trotzdem stärker als Rohöl um 3,6 % auf rund 55 USD auf 1350 USD je Tonne

Gefallen sind die Heizölpreise heute in allen 16 Bundesländern relativ deutlich. Am stärksten fällt der Rückgang im Norden aus, in Bremen mit knapp fünf Euro je 100 Liter und in Hamburg um gut vier Euro je 100 Liter. Am geringsten ist das Minus im Saarland mit gut einem Euro. Bremen und Hamburg sind zudem mit 156 bis 157 Euro je 100 Liter damit die günstigsten Bundesländer.

Auf dem Heizölportal Heizöl24 glauben am heutigen Dienstag (06.10) trotz des Preisrückgangs nur 7 % Prozent der Kunden, dass es besser ist, sein Heizöl trotz der hohen Preise zu kaufen, während 93 % der Heizölkunden ihren Einkauf auf später verschieben wollen. Ende September waren trotz deutlich höher Heizölpreise immerhin 27 Prozent der Käufer überzeugt, dass ein sofortiger Heizölkauf besser ist.

Dabei rechnen viele Heizölkäufer mit weiter fallenden Heizölpreisen und deutlich günstigeren Einkaufsmöglichkeiten. Gleichzeitig zeigen die Daten auf Heizöl24, dass die Marktbeobachtung der Heizölkunden „sehr hoch“ ist. Man will und muss vor der Heizsaison noch kaufen – hofft aber auf einen noch stärkeren Rückgang der Heizölpreise, wonach es derzeit aber auch aussieht. Die Lieferfristen liegen aktuell bei 25 Tagen und zeigen das die Heizölhändler wieder deutlich mehr Aufträge abwickeln müssen als Ende September als die Lieferfristen nur bei 22 Tagen lagen.

Für die Heizölkäufer scheint es plötzlich doch wieder möglich, unmittelbar vor der neuen Heizperiode einen halbwegs günstigen Heizölpreis für den Vorratskauf zu erwischen. Bei den Heizölbestellungen werden mehrheitlich Liefermengen von 1.000 bis 2000 Liter pro Partie geordert, berichten die Heizölexperten von Tecson.

Anfang Oktober besteht jedenfalls ein erheblicher Nachholbedarf, was die Heizölbevorratung für die neue Heizperiode angeht. Viele Heizölverbraucher hoffen, dass die Preise doch noch ein gutes Stück zurückfallen werden. Das könnte sich nun bestätigen.

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