Helen Giza: Vorstandschefin von FMC geht abrupt
München. Abrupter Wechsel an der Spitze von Fresenius Medical Care (FMC). Vorstandschefin Helen Giza verlässt das Unternehmen aus Bad Homburg Ende der Woche nach knapp vier Jahren vorzeitig, wie FMC am Mittwoch mitteilte. Vorher amtierte sie bereits für drei Jahre als Finanzvorständin. Die Aktien des Unternehmens sanken nach Bekanntgabe um mehr als sieben Prozent.
Der Schritt erfolgte nach Handelsblatt-Informationen nicht im gegenseitigen Einvernehmen. Vorstand und Aufsichtsrat entschieden einstimmig, sich von Giza zu trennen.
Giza habe die Kostenseite ordentlich gemanagt, aber keine überzeugende Strategie für das weitere Wachstum von FMC gehabt, hieß es aus Unternehmenskreisen. Die beim Kapitalmarkttag präsentierte Strategie habe nicht „gezündet“, hieß es weiter. Nach dem Kapitaltag fiel die Aktie um 16 Prozent. Der Aufsichtsrat habe deswegen nach dem zweiten Quartal handeln müssen.
Unter Giza hatte der Konzern mit stagnierenden Behandlungszahlen auf dem US-Markt zu kämpfen. In den vergangenen Jahren wuchs der US-Konkurrent Davita deutlich schneller und zog an FMC vorbei. Das enttäuschte die Investoren.