Herbstferien beginnen in Berlin und Brandenburg mit Reisewelle
Der letzte Schultag vor den Herbstferien beginnt an diesem Freitag in Berlin und Brandenburg.
Der ADAC und die Berliner Verkehrsinformationszentrale rechnen daher für den Nachmittag und das bevorstehende Wochenende mit deutlich volleren Straßen und Autobahnen. Die größte Staugefahr sieht der ADAC in der Region auf dem Berliner Ring und auf der A13.
Laut ADAC wird es eines der staureichsten Wochenenden des gesamten Herbstes. Auf Autobahnen und anderen Fernstraßen sei deshalb mit einer Staugefahr zu rechnen, die beinahe auf Sommerferienniveau liege. Ab Samstagvormittag sei auf wichtigen Reiserouten unter anderem in Richtung Alpen und Küsten mit Verzögerungen zu rechnen. Dem Verkehrsklub zufolge haben am kommenden Wochenende elf Bundesländer gleichzeitig Ferien. Diese starten in Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt. In Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland gehen sie dagegen zu Ende.
Auch der Flughafen BER rechnet mit einem Ansturm. Erwartet werden während der Herbstferien fast 1,5 Millionen Passagiere, davon rund 100.00 bereits am Freitag. Die Menschen ziehe es vor allem in wärmere Regionen ans Mittelmeer, hieß es. Antalya in der Türkei sowie die spanische Insel Mallorca gehören zu den beliebtesten Reisezielen.
Bahnreisende in Richtung Ostsee wiederum müssen sich auf Einschränkungen einstellen. Insbesondere auf der Regionalexpresslinie RE5 zwischen Berlin und Rostock/Stralsund kommt es aufgrund von Bauarbeiten bereits jetzt zu Beeinträchtigungen - diese dauern sogar über die Herbstferien hinaus an.
So ist die Linie laut Bahn bis zum 12. Dezember zwischen Waren (Müritz) und Neustrelitz unterbrochen. Auf dem Teilstück fahren Ersatzbusse. Zwischen dem 30. Oktober und dem 6. November fallen auf der Linie zusätzlich Züge zwischen Berlin-Südkreuz und Löwenberg (Mark) aus. Auch hier wird es den Angaben zufolge einen Ersatzverkehr mit Bussen geben. Das dürfte dazu führen, dass zusätzliche Fahrgäste in Richtung Stralsund die Linie RE3 nutzen.
Gebaut wird auch am BER - allerdings erst ab Ende Oktober. Dann sollen die verbliebenen alten Sicherheitskontrollspuren im Hauptterminal mit modernen sogenannten CT-Scannern ausgestattet werden. Mit dieser Technik müssen Fluggäste Flüssigkeiten und elektronische Geräte nicht mehr auspacken. Zu größeren Einschränkungen sollten die Arbeiten aber nicht führen. Schon jetzt nutzen den Angaben des Flughafens zufolge die meisten Reisenden die bereits umgerüsteten Kontrollspuren in den Terminals 1 und 2.