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Herz: Der erstaunliche Nebeneffekt der Gürtelrose

Gesundheit

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Ab dem 60. Lebensjahr steigt das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Bluthochdruck und verkalkte Gefäße verstärken diese Gefahr. Forscher haben jetzt herausgefunden, dass eine Gürtelrose-Impfung jedoch das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall deutlich senken kann.

Die Studie wurde kürzlich im Fachmagazin „Nature“ veröffentlicht. Für die Analyse verfolgten die Forscher die Gesundheitsdaten von 70.000 Menschen ab einem Alter von 60 Jahren. Sie beobachteten, wie sich das kardiovaskuläre Risiko sieben Jahre nach der Erst- und Zweitimpfung gegen Gürtelrose entwickelte.

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Das Ergebnis: Shingrix, der Impfstoff zur Vorbeugung von Gürtelrose, war in den ersten dreieinhalb Jahren nach der Impfung mit einer zwölfprozentigen Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse – darunter Herzinfarkt, Herzinsuffizienz und Schlaganfall – verbunden.

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Die Wirkung verringerte sich mit den Jahren. Am Ende des Beobachtungszeitraums war die Impfung mit einem um vier Prozent geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden. Auch wenn das auf den ersten Blick geringe Werte sind, könnte dies einen erheblichen Einfluss auf die Gesundheit der über 60-Jährigen haben, schreiben die Forscher in der Studie.

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Maxime Taquet ist Dozent an der Universität Oxford und hat die Studie geleitet. Gegenüber dem britischen „Guardian“ sagte er: „Sollte sich dies in klinischen Studien bestätigen, könnte die Impfung älterer Erwachsener gegen Gürtelrose weltweit Hunderttausende von koronaren Herzkrankheiten, Schlaganfällen und Herzinsuffizienzfällen verhindern. Damit wäre sie eine der wirkungsvollsten Maßnahmen, die wir zum Schutz von Gehirn und Herz im höheren Alter anbieten könnten. Der Effekt könnte enorm sein.“

Doch warum hat die Gürtelrose-Impfung einen solchen Effekt? Eine Möglichkeit sei es, dass Gürtelrose das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht und der Impfstoff dieses Risiko verringert. Alternativ könnte der Impfstoff auch umfassendere Auswirkungen auf das Immunsystem haben und entzündungsfördernde Proteine unterdrücken.

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