DAX -0,94 % 26.091,33 Pkt 18:00:00 MDAX -1,65 % 31.822,47 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,37 % 6.444,46 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,15 % 53.539,33 Pkt 18:23:13 S&P 500 -0,13 % 7.735,21 Pkt 18:23:03 Nasdaq -0,77 % 26.439,77 Pkt 18:23:12 Nikkei -3,16 % 65.326,42 Pkt 08:45:03 Gold +4,37 % 4.556,60 USD 18:13:12 Silber +3,27 % 66,04 USD 18:13:10 Brent +1,52 % 92,40 USD 18:12:56 WTI +0,59 % 85,44 USD 18:13:10 Bitcoin +6,17 % 68.672,99 USD 18:23:11 EUR/USD +0,76 % 1,16710 USD 18:22:54 EUR/GBP +0,30 % 0,85740 GBP 18:23:13 EUR/CHF -0,69 % 0,93240 CHF 18:23:13 EUR/JPY +0,17 % 184,841 JPY 18:23:13

Herz-Kreislauf: Zwei von fünf Patienten haben Entzündungen

Gesundheit

Die Erkenntnisse könnten Diagnose und Behandlung grundlegend verändern. Rheuma-Patienten besonders gefährdet Am 19. Juni veröffentlichte die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften eine neue S3-Leitlinie. Sie befasst sich mit kardiovaskulären Risiken bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Federführend war die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie, koordiniert von Jan Leipe vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel. Die Leitlinie zielt darauf ab, die oft unterschätzten Herz-Kreislauf-Gefahren bei Rheumapatienten strukturiert zu erfassen. Empfohlen wird neben der Kontrolle klassischer Risikofaktoren wie Blutdruck und Blutfetten eine optimale Kontrolle der rheumatischen Entzündung. Auch eine kritische Bewertung antirheumatischer Therapien steht auf der Liste. Beteiligt waren Fachgesellschaften für Kardiologie, Angiologie, Innere Medizin und Diabetologie sowie die Deutsche Rheuma-Liga. Blutbild verrät Überlebensrisiko Die Universität Münster hat eine neue Methode zur Risikoeinschätzung nach einem Herzinfarkt entwickelt. Die Studie erschien am 3. Juli in der Fachzeitschrift „Nature Cardiovascular Research“. Ein Team um Oliver Söhnlein untersuchte mehr als 200 Patienten mit Herzinfarkt, Schlaganfall oder Herzschwäche. Das Ergebnis: Der Nachweis unreifer neutrophiler Granulozyten (IG) im Differentialblutbild ist ein verlässlicher Indikator für das Überlebensrisiko. Bei Patienten mit einem schweren Herzinfarkt (STEMI) erlaubt der IG-Wert eine Vorhersage über das 30-Tage-Sterberisiko. Der Wert erwies sich als unabhängiger Prädiktor, der etablierte Biomarker in seiner Genauigkeit übertraf. Da das Differentialblutbild in fast jedem Krankenhaus routinemäßig erstellt wird, stünde damit ein leicht verfügbares Instrument zur Verfügung. Jeder zweite Herzpatient hat Entzündungen Die internationale POSEIDON-Studie belegt die Bedeutung von Entzündungen. An der Untersuchung nahmen 18.904 Patienten aus 18 Ländern teil. Die Daten wurden zwischen 2023 und 2025 erhoben und kürzlich auf einem Fachkongress in Athen diskutiert. Anzeige Chronische Entzündungen im Körper belasten das Herz-Kreislauf-System massiv und steigern das Infarktrisiko. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Ratgeber, wie 12 natürliche Lebensmittel wie Brokkoli oder Ingwer wie sanfte Entzündungs-Killer wirken können. Gratis-Ratgeber: Entzündungshemmende Ernährung jetzt herunterladen Zwei von fünf Patienten mit atherosklerotischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die zusätzlich unter chronischen Nierenerkrankungen oder Herzschwäche leiden, wiesen eine systemische Entzündung auf. Gemessen wurde dies an einem Wert des hochsensitiven C-reaktiven Proteins (hsCRP) von mindestens 2 mg/L. Experten wie Filip Knop und Carolyn S.P. Lam betonten, dass die Entzündung ein wesentlicher verbleibender Risikofaktor sei – auch bei Erreichen herkömmlicher Therapieziele. Zahnarztmangel gefährdet das Herz Eine US-Studie von Velez et al. aus dem Jahr 2026 untersuchte die Auswirkungen der sozialen Lage auf die Herzgesundheit. Anhand von Daten von über 90.000 Teilnehmern ab 55 Jahren stellten die Forscher fest: Eine unzureichende zahnärztliche Versorgung aus finanziellen Gründen erhöht das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle und Demenz. Schätzungen zufolge könnten zwei bis vier Prozent dieser Erkrankungen vermieden werden, wenn ökonomische Barrieren beim Zugang zur Zahnmedizin wegfielen. Die Ärzte Zeitung berichtete am 3. Juli zudem über Forschungsergebnisse, wonach die Einnahme von Kalziumpräparaten bei Patienten mit kardiovaskulären Vorerkrankungen das Risiko für erneute Ereignisse steigern könne. Anzeige Ob Gelenkschmerzen oder schleichende Erschöpfung – oft stecken stille Entzündungen hinter den Beschwerden, die auch das Herz gefährden. Dieser kostenlose Selbsttest hilft Ihnen dabei, Ihr persönliches Risiko besser einzuschätzen und natürliche Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Kostenlosen Entzündungs-Selbsttest hier starten Schadstoffe greifen ins Immunsystem ein Eine Analyse des CeMM-Forschungszentrums aus dem Jahr 2026 liefert einen breiteren Blick auf die Ursachen von Entzündungen. Jörg Menche und Salvo Danilo Lombardo untersuchten rund 10.000 Umwelteinflüsse wie Schadstoffe und Nahrungsbestandteile. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass chemisch sehr unterschiedliche Substanzen auf dieselben biologischen Signalwege wirken. Sie erhöhen das Krankheitsrisiko, wenn sie zentrale Proteine im Interaktionsnetzwerk des Körpers angreifen. Eine Langzeitstudie (1990–2024) mit fast einer Million Teilnehmern aus sieben Industrieländern zeigt unterschiedliche Entwicklungen. Bei älteren Menschen mit Adipositas konnte das Herzrisiko durch den verstärkten Einsatz von Statinen und Blutdrucksenkern mittlerweile auf das Niveau Normalgewichtiger gesenkt werden. Jüngere Menschen mit starkem Übergewicht bleiben metabolisch weiterhin im Nachteil. Hoffnung aus der Grundlagenforschung Das Max Delbrück Center erforscht die Herzregeneration bei Zebrafischen. Dort wurde beobachtet, dass Makrophagen durch spezifische Entzündungssignale Heilungsprozesse steuern können. Das eröffnet Perspektiven für eine gezielte dämpfung schädlicher Entzündungsreaktionen nach einem Herzinfarkt beim Menschen.

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