DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.443,67 USD 07:23:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Herzinfarkt bei Frauen: Diagnose dauert 28 Minuten länger

Gesundheit

Mit der Menopause steigt das Risiko drastisch an. In Österreich sterben 37 Prozent der Frauen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bei Männern sind es 33 Prozent. Dennoch reagiert das Gesundheitssystem bei Frauen langsamer. Während Männer bei einem Herzinfarkt nach durchschnittlich 80 Minuten den Notruf wählen, vergehen bei Frauen bis zu 108 Minuten. Grund: Die Symptome sind oft unspezifisch – Übelkeit, Atemnot oder Abgeschlagenheit statt der typischen Brustschmerzen. Menopause verändert alles Vor den Wechseljahren haben Frauen häufig einen niedrigeren Blutdruck als Männer. Das Hormon Östrogen schützt die Gefäße und hält sie elastisch. Mit Beginn der Menopause halbiert sich dieser Schutz nahezu. Die Folge: Mehr als die Hälfte der Frauen in den Wechseljahren leidet unter Bluthochdruck. Eine Langzeitstudie mit über 16.000 Teilnehmerinnen über 18 Jahre zeigt: Ein systolischer Wert unter 130 mmHg ist mit einer höheren Lebenserwartung verbunden. Der allgemeine Grenzwert für Bluthochdruck liegt bei 140/90 mmHg. Für Menschen über 60 gelten teils erst Werte ab 150/90 mmHg als behandlungsbedürftig. Hormontherapie: Die Form macht den Unterschied Bei der Behandlung von Wechseljahresbeschwerden kommt es auf die Darreichungsform an. Eine Untersuchung von 112.000 Frauen zeigt: Östrogen in Tablettenform erhöht das Hypertonie-Risiko um 14 Prozent im Vergleich zu Gelen oder Pflastern. Auch frühere Schwangerschaftskomplikationen haben langfristige Folgen. 90 Prozent der Frauen, die eine Präeklampsie durchlebt haben, entwickeln später einen chronischen Bluthochdruck. Ein weiteres Risiko: das polyzystische metabolische Ovarsyndrom (PMOS). Weltweit sind 170 Millionen Frauen betroffen, 85 Prozent leiden an einer Insulinresistenz – das verschärft die Gefahr für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Anzeige Besonders für Frauen ab 55 Jahren stellt ein erhöhter Blutdruck ein oft unterschätztes Risiko für die Herzgesundheit dar. Prof. Dr. med. Thomas Kurscheid verrät in seinem kostenlosen Spezialreport 7 einfache Tipps, wie Sie Ihre Werte auf natürliche Weise regulieren können. 7 Tipps zur natürlichen Blutdrucksenkung jetzt kostenlos herunterladen Neue Leitlinien setzen auf Zusammenhänge Seit Juli 2026 führen die AHA/ACC-Leitlinien das sogenannte CKM-Syndrom ein. Es bildet die Verknüpfung von Herz-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen besser ab. Im Fokus stehen SGLT2-Inhibitoren. Eine Analyse in JAMA Network Open zeigt: Diese Medikamente können das Alzheimer-Risiko um bis zu 43 Prozent senken. Die WHO betonte Mitte 2026: Bis zu 45 Prozent des Demenzrisikos sind vermeidbar. Die konsequente Behandlung von Bluthochdruck und Diabetes zählt neben Bewegung und Rauchstopp zu den wichtigsten Präventionsmaßnahmen. Anzeige Da die geistige Fitness eng mit der körperlichen Gesundheit verknüpft ist, gewinnt die gezielte Vorsorge im Alter zunehmend an Bedeutung. Dieser Ratgeber liefert Ihnen praktische Übungen und Ernährungstipps, um Ihre Konzentration zu stärken und Demenz aktiv vorzubeugen. Kostenlosen Gehirntraining-Ratgeber hier anfordern Korrekte Messung ist entscheidend Schon die Armposition während der Blutdruckmessung kann die Ergebnisse um 3,9 bis 6,5 mmHg verfälschen. Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) helfen bei der Kontrolle. Eine solche App senkte den systolischen Wert in Studien innerhalb von drei Monaten um durchschnittlich 11 mmHg. Forscher untersuchen zudem unterstützende Ansätze aus der Ernährung. Ein spezielles Peptid aus Eiweiß zeigte im Labor eine blutdrucksenkende Wirkung, die fast an niedrige Dosen herkömmlicher ACE-Hemmer heranreicht. Solche Erkenntnisse könnten künftig die Basis für gezielte Ernährungsempfehlungen bilden.

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