DAX +0,66 % 25.629,24 Pkt 18:00:00 MDAX -0,82 % 31.980,52 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,21 % 6.358,01 Pkt 18:00:00 Dow Jones +1,70 % 52.470,97 Pkt 19:18:50 S&P 500 +2,19 % 7.476,53 Pkt 19:18:49 Nasdaq +3,50 % 25.297,48 Pkt 19:18:49 Nikkei +4,03 % 64.362,02 Pkt 08:45:03 Gold -0,03 % 4.098,90 USD 19:08:39 Silber -2,03 % 57,62 USD 19:08:46 Brent +1,10 % 90,01 USD 19:03:24 WTI +1,20 % 84,59 USD 19:08:47 Bitcoin -2,94 % 62.819,17 USD 19:18:48 EUR/USD +0,51 % 1,15260 USD 19:18:22 EUR/GBP -0,29 % 0,85530 GBP 19:18:49 EUR/CHF -0,13 % 0,93150 CHF 19:18:49 EUR/JPY -1,89 % 183,721 JPY 19:18:49

Herzinfarkt-Therapie: Neue Studie belegt 29% weniger Blutungen

Allgemein

Die Herzkatheteruntersuchung bleibt das zentrale Verfahren gegen Herzinfarkte – doch neue Studien und Technologien erweitern ihr Einsatzgebiet. Akute Infarkte: Zeit ist der entscheidende Faktor Beim akuten Herzinfarkt zählt jede Minute. Ende Juli 2026 behandelten Mediziner im Bai Chay Krankenhaus erfolgreich drei Patienten mit akutem Myokardinfarkt. Sie öffneten komplexe Verschlüsse des Ramus interventricularis anterior (RIVA) per Thrombektomie, Ballonangioplastie und Stentimplantation. Auch das Allgemeine Krankenhaus Ha Giang meldete am 30. Juli einen Erfolg: Bei einem Patienten mit Infarkt ohne ST-Hebung (NSTEMI) diagnostizierten die Ärzte einen kompletten Verschluss des Ramus circumflexus (LCx) sowie weitere Engstellen. Kardiologen wie Dr. Do Manh Hung betonen: Die Zeitspanne bis zur Wiederherstellung des Blutflusses entscheidet über Überleben und Herzfunktion. Diagnostik im Wandel: Grenzen des Ruhe-EKGs Das Elektrokardiogramm (EKG) bleibt das erste Diagnosewerkzeug. Ein 12-Kanal-EKG erkennt STEMI-Ereignisse und stille Ischämien, etwa bei Diabetikern mit T-Wellen-Inversionen. Doch die Methode hat Tücken: Bis zu 40 Prozent der sporadischen Herzrhythmusstörungen übersieht ein kurzes Ruhe-EKG. Bei unklaren Befunden sind Langzeit-EKGs über 24 bis 72 Stunden nötig. Anzeige Ob Cholesterin oder Entzündungswerte – viele Herzrisiken lassen sich frühzeitig im Blut erkennen, wenn man die Daten richtig zu deuten weiß. Dieser kostenlose 25-Seiten-Report hilft Ihnen dabei, Ihre Laborwerte selbst zu verstehen und gezielt für Ihre Gesundheit vorzusorgen. Kostenlosen Laborwerte-Selbstcheck jetzt anfordern Neue Forschungsergebnisse liefern zusätzliche Erkenntnisse. Eine Ende Juli veröffentlichte Metaanalyse von 14 Studien mit über 11.000 Patienten zeigt: Eine auf ein bis drei Monate verkürzte duale Thrombozytenaggregationshemmung (DAPT) senkt das Risiko schwerer Blutungen um bis zu 29 Prozent – ohne die Rate schwerer kardiovaskulärer Ereignisse zu erhöhen. Zudem fanden Forscher Mikroplastik im Koronarblut von STEMI-Patienten deutlich häufiger (84,2 Prozent) als in Kontrollgruppen (40 Prozent). Über die Kranzgefäße hinaus: Neue Einsatzgebiete Die interventionelle Kardiologie erschließt zunehmend strukturelle Herzerkrankungen. Das Sana-Herzzentrum Cottbus führt jährlich über 600 TAVI-Prozeduren (Transkatheter-Aortenklappenimplantationen) durch – ein Beleg für die Etablierung kathetergestützter Verfahren jenseits der Gefäßtherapie. Bei therapieresistenter Herzinsuffizienz bietet die Baroreflex-Aktivierungstherapie (BAT) einen Ausweg: Ein Implantat stimuliert Barorezeptoren an der Halsschlagader und entlastet das Herz. Der Eingriff dauert oft weniger als eine Stunde und kann Leistungsfähigkeit und Lebensqualität deutlich verbessern. In Deutschland leiden schätzungsweise vier Millionen Menschen an Herzschwäche. Anzeige Wer seine Herzgesundheit aktiv unterstützen möchte, sollte besonders auf den Blutdruck achten, da dieser oft unbemerkt zum Risikofaktor wird. Ein renommierter Medizinprofessor erklärt in diesem Gratis-Ratgeber, wie Sie Ihre Werte auf natürliche Weise regulieren können. 7 Tipps zur natürlichen Blutdrucksenkung kostenlos herunterladen Prävention: Zulassungserweiterung und Rückschläge Auch die Primärprävention macht Fortschritte. Am 30. Juli gab der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) eine positive Stellungnahme zur Zulassungserweiterung von Evolocumab (Repatha) ab. Die Empfehlung stützt sich auf die VESALIUS-CV-Studie mit über 12.000 Teilnehmern: Der Wirkstoff senkt das Risiko schwerwiegender kardiovaskulärer Ereignisse bei Hochrisikopatienten ohne vorherigen Herzinfarkt um 25 Prozent. Nicht alle Entwicklungen verlaufen erfolgreich: Der Wirkstoff Ziltivekimab scheiterte in einer aktuellen Herz-Kreislauf-Studie. Dennoch setzen neue Leitlinien – etwa die am 1. Juli in Kraft getretenen Rahmenempfehlungen der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) – auf sektorenübergreifende Versorgung, um den langfristigen Erfolg kardiologischer Eingriffe zu sichern. Digitale Zukunft: KI und Robotik in der Gefäßmedizin Künstliche Intelligenz hält Einzug in die Kardiologie. Am Kantonsspital Baden startete ein Projekt zur Analyse von Labordaten und Krankengeschichten, um Risikofaktoren für klinische Verschlechterungen frühzeitig zu erkennen und Wiedereintrittsraten zu senken. Die Integration von KI und Robotik in die Gefäßmedizin wird zudem ein Schwerpunktthema der 42. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG) im September 2026 in Frankfurt sein.

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