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Herzogin Meghan: Warum die Rückkehr für sie besonders schwierig wird

Unterhaltung

Neustart in Großbritannien?

Herzogin Meghan steht eine schwierige Rückkehr bevor

Von Maria Bode

25.08.2026 - 18:14 UhrLesedauer: 6 Min.

Seit vergangener Woche ist bekannt, dass Prinz Harry und Herzogin Meghan zurück nach Großbritannien kommen. Der Neustart für die frühere Schauspielerin steht unter keinem guten Vorzeichen.

Sechs Jahre nach ihrem Wegzug kehren Prinz Harry und Herzogin Meghan gemeinsam mit ihren beiden Kindern Archie und Lilibet noch in diesem Monat nach Großbritannien zurück. Dabei dürfte es insbesondere für die 45-Jährige nicht ganz so einfach werden, wieder in Europa anzukommen – aus gleich mehreren Gründen.

Prinz Harry und Herzogin Meghan werden als Privatleute mit ihren beiden Kindern in England leben. Doch die britische Boulevardpresse ist bekanntermaßen an jedem noch so kleinen Detail interessiert, das über das Paar zu erhaschen ist. Sie werden zweifellos wieder mehr beäugt als an ihrem jetzigen Wohnort in Montecito im US-Bundesstaat Kalifornien. Meghan wird von Blättern wie der "Daily Mail" seit jeher als schwierig beschrieben, für das, was sie macht, verspottet und als das Gegenteil von Prinzessin Kate, der allseits beliebten Frau von Harrys älterem Bruder Prinz William, dargestellt. Die Berichterstattung inszenierte von Anfang an Meghan und Kate als Gegenspielerinnen. So sagte Meghan in einer Netflix-Doku über die Vorgehensweise der Presse: "Egal, wie sehr ich mich bemühte, sie fanden immer einen Weg, mich zu zerstören."

"Sie haben das Leben meiner Frau zur Hölle gemacht"

Gegen die Vorgehensweise der britischen Boulevardpresse kämpfte Prinz Harry sogar vor Gericht. Er und andere prominente Klägerinnen und Kläger verloren den Zivilprozess gegen Associated Newspapers Limited (ANL), den Verlag der "Daily Mail". Gerade wurde bekannt, dass sich die zu erstattenden Kosten für Harry und die anderen Klagenden vorläufig auf umgerechnet etwa 11 Millionen Euro belaufen. Während der Verhandlungen sagte der 41-Jährige im Januar 2026 im Kreuzverhör vor dem Londoner High Court die Journalistinnen und Journalisten der Zeitung betreffend aus: "Sie haben das Leben meiner Frau zur absoluten Hölle gemacht, Euer Ehren." Auch sagte er: "Die Situation verschlimmerte sich, als sie schwanger wurde und nachdem unser Sohn Archie geboren wurde." Archie kam am 6. Mai 2019 in England zur Welt, seine Schwester Lilibet wurde am 4. Juni 2021 in Kalifornien geboren.

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Auch in der britischen Bevölkerung ist Meghan nicht sonderlich beliebt. Einer Ende Juli veröffentlichten Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov zufolge haben 65 Prozent eine negative Meinung über die 45-Jährige. 22 Prozent gaben an, eine positive Meinung zu haben, 12 Prozent waren unentschlossen. Von zwölf Mitgliedern der Royal Family landete Herzogin Meghan auf dem vorletzten Platz der Rangliste – hinter ihr nur der aufgrund seiner Verbindungen zu dem verurteilten, inzwischen verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein vom Königshaus verstoßene Prinz Andrew. Von Prinz Harry hatten immerhin 33 Prozent eine positive Meinung und 58 Prozent eine negative. Zum Vergleich: Prinz William landete auf Platz 1 des Rankings, ihn mögen 76 Prozent der befragten Britinnen und Briten, 16 Prozent hingegen nicht.

Am 20. August veröffentlichte YouGov die Ergebnisse einer weiteren Umfrage, bei der 5.810 erwachsene Britinnen und Briten folgende Frage beantwortet hatten, um ein aktuelles Stimmungsbild einzufangen: "Glauben Sie, dass Prinz Harry und Meghan, Herzogin von Sussex, zurück nach Großbritannien ziehen sollten oder nicht?" 45 Prozent antworteten mit "weiß ich nicht", 33 Prozent sagten, sie sollten nicht zurückkehren, und 21 Prozent sprachen sich für eine Rückkehr der Sussexes aus.

Die verlorene Serienrolle

Noch ein Punkt kommt für Meghan dazu. Wie es zwei Tage nach Ankündigung der Rückkehr hieß, habe sie eine Schauspielrolle angeboten bekommen – in der Netflix-Serie "The Gentlemen" von Guy Ritchie, die in Großbritannien gedreht wird. Nach ihrer Verlobung mit Prinz Harry Ende 2017 hatte sie verkündet, ihre Karriere zu beenden. In den USA trat Meghan zwar vermehrt wieder vor die Kamera, etwa für ihre Netflix-Serie "With Love, Meghan", hatte zudem einen Cameo-Auftritt in der derzeit in Postproduktion befindlichen Komödie "Close Personal Friends" unter anderem neben Brie Larson und Lily Collins. Größere Rollen spielte sie aber seit ihrem Rückzug nicht.

Am Samstag hieß es nun, dass es zum schauspielerischen Comeback Meghans wohl erst einmal doch nicht komme. Meghan sei die Rolle in Großbritannien wieder los. Die britische Journalistin und Autorin Tina Brown schrieb auf der Social-Media-Plattform X: "Ich habe gehört, dass Meghan Markles Rolle in Guy Ritchies Netflix-Serie 'The Gentlemen' gestrichen wurde. Die öffentliche Kritik war zu heftig." Sie betonte, das verheiße "nichts Gutes für Meghans Comeback als Schauspielerin in Großbritannien".

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Berichte darüber, dass Prinz Harry und Herzogin Meghan zurück nach Europa ziehen werden, kamen in der vergangenen Woche auf. Noch in diesem Monat soll es so weit sein, hieß es. Die Familie werde eine private Unterkunft außerhalb Londons beziehen, und die Kinder sollen ab September eine britische Schule besuchen. Eine offizielle Bestätigung von Harry und Meghan oder dem Palast gab es zunächst nicht. König Charles III. soll aber erfreut sein, seinen jüngeren Sohn und seine Enkelkinder wieder näher bei sich zu haben.

"Vielleicht sechs Monate, vielleicht ein Jahr, vielleicht auch länger"

Für wie lange, scheint dabei unklar zu sein. Wie sowohl die britische Zeitung "The Times" als auch das Boulevardblatt "Mirror" erfahren haben wollen, könnte der kurzfristig beschlossene Aufenthalt in England schneller als gedacht wieder vorbei sein. Der "Times" sagte eine Quelle: "Es wird ein längerer Zeitraum sein – vielleicht sechs Monate, vielleicht ein Jahr, vielleicht auch länger – ich glaube, das wissen nicht einmal sie selbst schon." Vorstellbar wäre demnach, dass Harry und Meghan, die auch ihr Haus in Montecito sowie eines in Portugal behalten, nach einer Weile beschließen, nach Kanada oder nach Australien zu ziehen. "Das ist eines der großartigen Dinge daran, Privatpersonen zu sein [dass sie leben können, wo sie wollen]", hieß es in der "Times".

Zu beiden Ländern pflegen Herzogin Meghan und Prinz Harry eine enge Verbindung. In Kanada lebten sie nach ihrem Rückzug zeitweise, bevor sie sich in den USA niederließen. Nach Australien unternahmen sie 2018 ihre erste große gemeinsame royale Reise. Auch in diesem Jahr war das Paar für mehrere Tage und Termine in Australien. Unterdessen mied Herzogin Meghan Großbritannien. Dorthin kam sie etwa zur Beerdigung der verstorbenen Queen Elizabeth II. im Jahr 2022 sowie zu deren Platin-Thronjubiläum einige Monate zuvor im selben Jahr. Im Juli besuchte sie mit Harry und den Kindern König Charles III. und Königin Camilla auf deren Landsitz Highgrove House, was weithin als Zeichen gewertet wurde, dass sich die Beziehungen entspannen könnten.

Treffen mit den Sussexes: Warum Charles nach Highgrove House einlud

Anders steht es um das Verhältnis zwischen Prinz Harry und seinem älteren Bruder, Prinz William. Nach Äußerungen der Sussexes im aufsehenerregenden Interview mit Oprah Winfrey im März 2021 oder in ihrer eigenen Netflix-Doku sowie Erläuterungen Harrys in seiner 2023 erschienen Biografie "Reserve" soll das Verhältnis zwischen den beiden kaum noch zu kitten sein. "Williams Beziehung zu Harry ist auf Eis gelegt und wird so schnell nicht wieder auftauen, ganz zu schweigen von [der Beziehung zwischen] der Prinzessin von Wales und Meghan", sagte eine Quelle der "Times". Eine Rückkehr ins Königshaus scheint damit ohnehin ausgeschlossen zu sein. Auch wenn sich Harry zumindest eine Annäherung wünscht, wie er im vergangenen Jahr im Gespräch mit der BBC äußerte.

Berichten zufolge planen Prinz Harry und Herzogin Meghan, sich in den Cotswolds im Südwesten Englands niederzulassen. Die Bitte der Presseregulierungsbehörde an die britischen Medien, keine Details über den möglichen Wohnort sowie die Schule der Kinder preiszugeben, wurde ignoriert. Schnell wurde also die Wahl des Wohnortes der Familie kommentiert. Dieser sei unpassend für Meghan, erklärte der Royalbiograf Andrew Lownie im Podcast "The Daily T" des "Telegraph": "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Meghan einen Winter in den Cotswolds genießt, wenn es regnet und ihre Mutter weit weg ist. Deshalb kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass das funktioniert. Und ich frage mich, ob das vielleicht der Tropfen ist, der das Fass in ihrer Beziehung zum Überlaufen bringt."

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Eine weitere heikle Angelegenheit für das Paar: Aktuell scheint die Sicherheitsfrage noch nicht geklärt zu sein. Der britische Premierminister Andy Burnham stellte klar, dass sie keinen staatlich finanzierten Personenschutz erhalten. Es handle sich um eine "private Angelegenheit". Nach dem Wegzug 2020 waren Besuche in Großbritannien selten, was Prinz Harry auch mit dem deutlich reduzierten polizeilichen Personenschutz begründete, der ihm und seiner Familie nach dem Ausscheiden aus dem Zirkel der sogenannten "arbeitenden Royals" zustand. Er zog deswegen sogar vor Gericht – vergeblich.

Bei all den Schwierigkeiten, die Harry und insbesondere Meghan in Großbritannien erwarten, ist noch fraglich, was das Paar zu dem Schritt der Rückkehr bewogen hat.

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