Herzogin Pauline heiratet ihren Constantin: Traumhochzeit in Tegernsee mit vielen Schaulustigen
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Herzogin Pauline heiratet ihren Constantin: Traumhochzeit in Tegernsee mit vielen Schaulustigen
Von: Alexandra Korimorth
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Bilderbuch-Hochzeit in Tegernsee: Bei herbstlichem Sonnenschein gaben sich Pauline Herzogin von Württemberg und Constantin Graf zu Königsegg-Aulendorf in der ehemaligen Klosterkirche das Ja-Wort.
Tegernsee – Hochzeitsgesellschaften vor der Kulisse des Tegernseer Schlosses ernten in der Regel hohe Aufmerksamkeit – unabhängig davon, wer sich hier das Ja-Wort gibt. Dass hier am Samstag (17. Oktober) aber eine besondere Heirat, obendrein mit Bezug zum herzoglichen Haus in Bayern, stattfinden würde, dafür gab es schon am frühen Morgen deutliche Anzeichen. Das Kirchenportal und auch der barocke Innenraum der Kirche St. Quirinus waren üppig mit blau-weißen Blumen geschmückt. Der Weg vom herzoglichen Trakt mit Freitreppe von Schloss Tegernsee war mit einem royal-blauen Teppich ausgelegt, das Areal drumherum abgesperrt.
Hochzeit am Tegernsee: Pauline Herzogin von Württemberg und Constantin Graf zu Königsegg-Aulendorf
Hier hatten sich schon kurz vor 10 Uhr Security-Personal in kurzen Lederhosen und Mitarbeiter der Protokollabteilung des Hauses von Württemberg mit den Namenslisten der insgesamt 340 geladenen Gäste, überwiegend aus Deutschland, Österreich und England, postiert. Auch Mitglieder der Feuerwehr Tegernsee standen in ihren Ausgehuniformen parat, um der Enkelin von Hausherr Herzog Max in Bayern und seiner Frau Herzogin Elizabeth in Bayern, Pauline, und ihrem Bräutigam Constantin, sicheres Geleit zur Kirche zu geben.
Während die ersten Gäste eintrafen und den Limousinen entstiegen, fanden sich auch die ersten Schaulustigen ein. Sie wurden nicht enttäuscht: Die männlichen Gäste trugen allesamt klassischen Frack oder Cut mit farbigen Westen, Bindern und Socken, die Damen präsentierten sich in farbstarken, samtig oder seidig schimmernden Roben, Designerkleidern oder Kostümen und eindrucksvoll „behütet“ mit Kopfbedeckungen und Fascinator in allen Größen und Farben. Die Kinder traten in Dirndl und Anzug auf.
Die Schar der Neugierigen war gegen 10.30 Uhr, als noch die letzten Blumensträußchen angeliefert wurden und der Chor der Kantorei Tegernsee auf der Empore der Kirche Aufstellung nahm, bereits auf 200 angewachsen. Später, beim Auszug aus der Kirche, sollten es dann 350 Neugierige sein. Auch viele von ihnen – insbesondere die, die sich für die europäischen Königshäuser und ehemaligen Adelsgeschlechter interessieren – hatten sich fein zurechtgemacht. Zu ihnen gesellten sich etliche Einheimische und eher zufällig anwesende Ausflügler, die hinter vorgehaltener Hand fragten, wer denn hier so groß heirate. Ausgestattet mit Kameras und Handys waren sie alle – eifrig wurden Bilder gemacht, als sich die Gäste versammelten.
Prominente Gäste bei Hochzeit am Tegernsee
Zu ihnen zählten Herzog Franz von Bayern und sein Lebensgefährte Thomas Greinwald, Herzog Max in Bayern (allerdings ohne Elizabeth in Bayern, die sich krankheitsbedingt entschuldigen ließ), Herzogin Anna in Bayern, ihre Söhne Heinrich und Johannes und ihr Gatte, Baron Andreas-Falk von Maltzan, aus Tegernsee. Ebenso Herzogin Helene in Bayern aus Kreuth, wie auch die weiteren Schwestern, Erbprinzessin Sophie Elizabeth Marie Gabrielle von und zu Liechtenstein und freilich die Brautmutter Herzogin Marie Caroline in Bayern.
Ein Blitzlichtgewitter setzte ein, als der glücklich lachende Bräutigam Constantin Graf zu Königsegg-Aulendorf mit seiner Mutter, Gräfin Philippa zu Königsegg-Aulendorf, am Arm und die Familie im Gefolge zum Rondeau von J.J. Mouret in die Kirche einzog. Dort begrüßte die Hochzeitsgesellschaft Monsignore Walter Waldschütz, der am Samstag als Kozelebrant agierte. Gemeinsam mit Pfarrer Peter Miščik, dem Familienpfarrer des Bräutigams aus Halbturn (Österreich), empfingen die Geistlichen dann die freudestrahlende Braut am Arm ihres Vaters, Herzog Philipp von Württemberg. Mit fünf Kranzelkindern vorneweg waren sie über den Schlossplatz geschritten: Pauline in einem schlicht gehaltenen weißen Seidenkleid mit langer Schleppe aus dem „Atelier Valenzuela“ in Madrid und einem in seiner Feinheit und vor allem Länge spektakulären Spitzenschleier, der von einem Diamant-Diadem in Ähren-Form aus dem Hause Württemberg gehalten wurde. Damit erntete die Braut die ersten „Ah“- und „Oh“-Rufe.
Beim Eingangslied „Erde Singe“ wurden die Tore geschlossen, sodass die Trauung selbst privat blieb. Exakt 85 Minuten später öffneten sich die großen Türen und die Festgesellschaft nahm vor den Toren Aufstellung: Zu Händels „Arrival of the Queen of Sheba“ und Glockenklang, unter dem Regen weißer Rosenblätter sowie dem Jubel und Applaus der Hochzeitsgesellschaft und der Schaulustigen trat ein glückseliges Brautpaar heraus vor die Menge. Zweimal küssten sich die beiden, Constantin drückte seine Pauline innig an sich. Beide winkten der jubelnden Menge zu, als sie dann mit ihren Gästen zum Feiern in den Festsaal von Schloss Tegernsee zogen. ak